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Ihr Lieben,

ich werde ja öfters gefragt, wann mir das Thema Narzsissmus und narzisstische Eltern begegnet ist.

Ist noch gar nicht so lange her, eigentlich zu einer Zeit in der ich schon meine Kindheit aufgearbeitet hatte.

Ich hatte 15 Jahre lang Bulimie,schwere Depression, Angst- und Zwangsstörungen. Meine eigenen Selbsthilfeversuche es alleine zu überwinden, scheiterten grandios. Ich war damals circa 24 Jahre alt und ich wusste, entweder gehe ich von dieser Welt oder ich suche mir Hilfe.

Das Thema Bulimie war damals noch kein so großes Thema, 1985 war das Internet noch nicht aktiv und auch Bücher gab es wenig zu diesem Thema. Frühkindliche Traumata war auch noch nicht so aktuell, zumindest nicht bei uns auf dem Land.

Narzissmus? Der Begriff ist gefallen bei hochgradig kranken Menschen.

Als es wirklich gar nicht mehr ging entschloss ich mich eine Therapie zu machen. In der Therapie war weder die Bulimie, noch konkret narzisstische Mutter ein Thema. Und im Nachhinein gesehen bin ich heilfroh darüber. Es hätte mich zu fest gelegt, hätte ständig die Ursache in den Mittelpunkt gestellt.

Es ging um die Aufarbeitung meiner Kindheit, meine Individualität zu finden, mich abgrenzen zu lernen und vieles mehr. Meine Wut, meinen Schmerz, die Ent-Täuschung zu spüren, durchzugehen und den Weg zu mir selbst zu finden.

Natürlich tauchte die Mutter auf, aber auch der Alkoholkranke Vater, die Großeltern, der sexuelle Mißbrauch….! Aber es wurde in der Tiefe durch die aktive Imagination erlebt und gelöst. Man brauchte damals keine Bezeichnungen, Begriffe.  Welches Thema der Seele sich zeigt wurde angeschaut und die Seele ist echt klug!

Mir fällt heutzutage auf, wie viel alles in Schubladen gesteckt wird, alles braucht eine Begrifflichkeit, hinter den ganzen Diagnosen verliert sich die Therapie.

Es wird nicht mehr der Mensch in seiner Ganzheit gesehen sondern, er hat das und das und deshalb wird er so oder so sein.

Das gilt für die Verursachenden als auch für die Betroffenen.

Die Welt ist nicht so einfach gestrickt.

Und ich persönlich bin froh, das es damals das Internet noch nicht gar. Bücher konnte ich aufgrund meiner Konzentrationsschwäche nicht lesen, also war ich gezwungen einen anderen Weg zu gehen. Mich hätten die vielen Informationen sehr verwirrt. Ich wäre im kognitiven Verstehen geblieben und hätte mich nie auf meine Psyche in der Tiefe eingelassen.

Lange Jahre Therapie, klassische Psycholanalyse, Familienaufstellungen, Schattenarbeit nach C.G. Jung, diverse Ausbildungen….,  nicht immer leicht, nicht immer bequem, aber enorm hilfreich.

Ich bin froh, das es die ganzen Selbsthilfekurse nicht gab, wo man paar Übungen macht und man ist glücklich. Nicht falsch verstehen, es gibt hochwertige Kurse mit persönlicher Begleitung.  Mit Tiefgang und Hintergrundinformationen.  Aber in 21 Tag zur Erleuchtung ist mir suspekt!

Dieser Weg kann unterstützen, aber meine Erfahrung ist, es hält nicht an. Der Absturz danach, weil man es nicht geschafft hat, die Vorwürfe sich selbst gegenüber  nicht in 21 Tagen glücklich geworden zu sein, ist die Regel. Und der Fall ist dann umso tiefer. Wer Traumaarbeit kennt, weiß womit das zusammenhängt. Das Unterbewusstsein lässt sich nicht austricksen.

Gut ich bin vielleicht old school, und möchte in der Tiefe aufarbeiten, auch mit meinen Klienten. Aber auch hier hat sich viel geändert. Durch die Schnelllebigkeit ist auch hier der Ansprucb, man man 2 Stunden und die Welt ist in Ordnung. Es kann in 2 Stunden viel passieren, auch in 1 Stunde, aber wenn tiefgreifende Traumen dahinterstehen reicht es nicht! 

Wer was verändern will,  muss eine Entscheidung treffen.

Ich weiß, Veränderungen machen Angst, alles sträubt sich, vielleicht hilft es Dir das Ziel zu sehen: Leichtigkeit, Selbstfindung, Aussöhnung, gesunde Abgrenzung!

Die Entscheidung für das eigene Leben, sich Hilfe holen, ja, es kostet, Zeit und Geld! Aber ist es nicht wichtig in Dich zu investieren? Du bist wertvoll! Und was wäre sinnvoller?

Wieviel Zeit möchtest Du noch verlieren? Dich ewig im Kreis drehen?

Natürlich kann man auch im eigenen Sumpf bleiben, im Brei der Generation weiterrühren, weiter bei den Anderen schauen, was sie verbrochen haben, aber es ändert nichts, das ist meine Erfahrung.

• Wie wäre es wenn wir Du aus Deiner eigenen Kraft schöpfen könntest, wenn Du aus Deiner eigenen Mitte heraus, gelassen wärst und ruhig und liebevoll Dich abgrenzen könntest?

• Wie wäre es, wenn es sein muss, auch mal kraftvoll und klar Deine Position beziehst ohne Schuldgefühle! Bei Dir bleiben kannst und nicht wieder zum kleinen Kind wirst, das erstarrt? Die erlebte Ohnmacht wandelst in Stärke und Selbstbewusstsein!

• Wie wäre es wenn Leichtigkeit und Lebensfreude Dein Leben bestimmt und die schwere Vergangenheit gewandelt ist in ressourenortientiertes Handeln.

„Aus Wunden werden Wunder!“

• Wie wäre es, wenn Du,  im Wissen umd die großen Zusammenhänge,  im Mitgefühl bleiben kannst?

• Wie wäre es, wenn Du auch mal Gnade vor Recht walten lässt, weil Du die Eltern emotional nicht mehr brauchst? Weil Du die Traumen erlöst hast und die Liebe in Dir selbst findest!

• Wie wäre es, wenn Du sie sehen kannst als traumatisierte Menschen, die nie die Möglichkeit gehabt haben Ihre Traumen aufzuarbeiten? Oder einfach es nicht konnten, weil die Angst zu groß war.

• Wie wäre es, wenn Du sie trotz Allem anerkennst, als Deine Eltern, sie haben Dich geboren, nicht mehr und nicht weniger. Sie sind Deine Wurzeln und Du kannst es jetzt die Prägungen, Muster und Anlagen im Positiven leben. Du brauchst die Anlehnung an Deine Wurzeln, denn hier liegt die Kraft und Rückbindung!

Dann spielt es auch keine Rolle ob Du Kontakt hast oder nicht! 

Es ist Deine Entscheidung mit welchen Menschen Du Dich umgeben willst!

Du kannst Menschen wählen die Dir gut tun!

Und es werden Menschen Dich wählen, weil Du Ihnen gut tust.   Ihr geht dann gemeinsam den Weg  in ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben.

 

Auch bei mir gibt es Situation mit Menschen, die schwieriger sind! Auch in meinem Leben gibt es immer wieder Konflikte mit Menschen, die mich auf die Probe stellen!

Ich stelle mir dann selbst die Frage:

 

Was würde die Liebe jetzt tun?

Suchst Du Austausch und Impulse  für Deine Lebensfreude und persönliche Entfaltung? 

Auch  Themen wie Narzissmus, narzisstische Mütter,  Traumata, u.v.a. werden besprochen.

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