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Warum verletzen wir uns so oft in der Partnerschaft?

Warum verletzen wir uns so oft in der Partnerschaft?

Warum verletzten wir uns so oft in der Partnerschaft?

 

Eine partnerschaftliche Beziehung sollte ein Ort der Liebe, des Vertrauens und der Sicherheit sein.

Ein Mensch der in seiner Kindheitsfamilie dies erlebt hat, geht mit einer großen Offenheit und einer starken Beziehungsfähigkeit in seine Beziehungen. Konflikte treten auf, er hat aber gelernt sie sind lösbar. Er hat gelernt konfliktfähig zu sein, kann mit unterschiedlichen Meinungen umgehen, ohne sofort die Beziehung in Frage zu stellen.

Er hat keine Angst, wenn der Partner seinen eignen Interessen nachgeht, denn er ist sich sicher, die Beziehung wird eher stärker durch die zwei verschiedenen Persönlichkeiten.Er sieht es als Ergänzung und nicht als Bedrohung.

Er kann auch gut alleine sein, weil er mit sich selbst ihm reinen ist und genug eigene Interessen und Prioritäten in seinem Leben gefunden hat.

Beziehung ist für ist ihn nicht 1 + 1 = 2 sondern 1 + 1 = 3.

Die Beziehung hat eine Mission!

Die Verbindung schafft etwas drittes neues. Es kann ein gemeinsames Projekt sein, beruflicher oder privater Art, es kann aber auch die Familiengründung sein. Gemeinsames wachsen im seelischen, geistigen und spirituellen ist Basis für die Beziehung. Beide ziehen an einem Strang und trotzdem hat jeder einzelne genug Freiraum und trotzdem wird Zeit genommen für Gespräche, ein bewusster Ausstausch. 

Du denkst jetzt das ist ja eine Traumbeziehung. Sowas wünscht Du Dir auch?

Warum klappt es in Deinem Leben nicht, warum erlebst Du nur Beziehungen, in denen Verletzungen, Kränkungen, Beleidigungen stattfinden. Beziehungen in denen Du am Kämpfen bist um Aufmerksamkeit, Liebe, Zuwendung, gemeinsame Zeit.

Entweder Du musst Dich selbst aufgeben, damit die Beziehung funktioniert, Dich komplett anpassen an die Bedürfnisse des Anderen oder die Gefahr besteht, das die Beziehung scheitert? Wirst Du dominiert von Deinem Partner?

Hast Du einen Partner der gewalttätig wird, wenn er nur ein Widerwort hört?

Oder hast Du einen Partner der total klammert, der Dir keine Luft zum Atmen gibt. Der mit extremer Eifersucht reagiert, wenn Du einen guten Freund zum Reden und Cafe trinken treffen möchtest?

Es gibt hier noch viele Möglichkeiten, wie und auf welche Weise Du unglücklich sein kannst in Deiner Beziehung.

Und Du frägst Dich warum ist das so? Wir sind doch erwachsen, warum verletzten wir uns so, warum bin ich manchmal verletzend, kränkend, warum verletzt und kränkt mein Partner mich?

Meistens liegt die Ursache in Deiner Kindheit!

Versuche Dich zu erinnern, wie war Deine Kindheit?

Welche Erfahrungen hast Du in Deinem Elternhaus, im nahen Umfeld, mit Freunden mit Verwandten gemacht. Hast Du Beziehungsleben lernen können?

Bist Du geliebt worden, behütet und liebevoll ins Erwachsenenleben begleitet worden?

Oder hast Du als Kind schon funktioniert, keine eigenen Bedürfnisse äußern dürfen, hast Dich angepasst, hast vielleicht  Gewalt oder Missbrauch erlebt. Bist Du traumatisiert worden?

Hattest Du niemanden auf den Du Dich verlassen konntest, der Dir beigestanden hat, wenn es Dir nicht gut ging!  Haben die nahen Bezugspersonen Dich abgewertet und ständig verletzt? Du hast seelischen, körperlichen, emotionalen Missbrauch erlebt?

Du hast dadurch gelernt auf nahe Bezugspersonen kannst Du Dich nicht verlassen.  Sie haben Dir schrecklich weh getan und Dich verletzt!

Du hast kein Selbstvertrauen aufbauen können,  Du fühlst Dich immer noch einsam,  Du glaubst, Du bist nichts wert.

 

Der Mensch, Deine Mutter, Dein Vater der Dich behüten und beschützen sollte, wird zum Verursacher, durch sie erfährst Du eine frühkindliche Traumatisierung!

Link: https://lebensmitte-endlich-stark.de/fruehkindliche-traumen-seelische-gewalt/

Dort wo Du Dich sicher und geborgen fühlen solltest, ist der Ort der Dich klein macht und Dir Unsicherheit und Angst bereitet.

Diese erste und wichtigste Beziehung als Kind hat Dich traumatisiert!

 

Hast Du Dich so als

Kind gefühlt?

Jetzt lebtst du in einer“NEUEN“ Beziehung.

Am Anfang der Beziehung ist  alles wunderbar, in der Verliebtheitsphase zeigt sich jeder von der besten Seite.

Gerade bei traumatisierten Menschen hat die Anfangszeit eine besondere, intensive Tiefe. Beide haben eine immense Sehnsucht nach Liebe, Zugehörigkeit, Verschmelzung und beide sind fähig,sehr tief zu empfinden.

Man erkennt sich im anderen, da man unbewusst spürt, er ist mir ähnlich (wenn der andere auch frühkindlich traumatisiert ist) und man hat das Gefühl: Endlich bin ich angekommen.

Doch nach ein paar Monaten fängt es an, Dein Partner, Deine Partnerin ist gereizt, vielleicht ist er nur beruflich gestresst und denkt bei seiner Antwort nicht nach.  Oder aber er zeigt auch immer wieder, oft unbewusst, Charakterzüge, Desinteresse, sieht Dich nicht, wertet Dich ab, macht Dich klein…, – alles was Du schon als Kind als Traumatisierung erlebt hast. Oder er möchte allein etwas unternehmen und bei Du spürst die alte, bekannte Angst, er liebt Dich nicht und Du wirst wieder verlassen.

Bei Dir gehen alles Alarmglocken an. Du kannst nicht mehr aus der aktuellen Situation reagieren,  sondern die ganzen schlimmen Erinnerungen der Kindheit überfluten Dich!

Du reagierst heftig, der andere reagiert auf Dich heftig und der Ball wird hin-und her geworfen.  Bei beiden werden die Traumen aktiviert.

Dies passiert meistens sehr unbewusst,  den Beteiligten ist gar nicht klar, was jetzt  passiert. 

Es scheint so als würde es zwei Welten in euch geben. Eine gute, friedvolle Welt und eine böse innere Welt.  Die böse Welt wurde lange verdrängt.

Als Kind haben wir dies alles verdrängen müssen, anders hättest wir nicht überleben können. Wir hätten uns nicht entwickelt. Wir haben diese bösen Erfahrungen abgespalten.

Diese beiden Welten stehen fast nie miteinander in bewusster Verbindung.

Hieraus entwickelt sich dann meist die Trennung zwischen gut und böse oder Täter- Opfer. 

Findest jetzt in einer Partnerschaft eine Situation statt, die den Trigger setzt zu dem „traumatisierten Kind in Dir, wird das alte Drama neu inszeniert.

Es findet eine Re- inszenierung statt.

Das Kind in Dir tobbt, schreit, wird überwältig von dem alten Schmerz.

Reagierst Du eher mit schweigen und Du ziehst Dich komplett zurück, weil Du keine Möglichkeit siehst Dich zu erklären?  Du fühlst Dich wieder völlig missverstanden?

Dein Partner kann damit nicht umgehen, denn: er wird auch getriggert, er fühlt Dein Verhalten als Bedrohung, seine Alarmglocken gehen an und alles bekommt eine extreme Eigendynamik.

Dies gilt natürlich auch umgekehrt, wenn etwas was Du tust, sagt, die frühkindlichen Wunden des Partners auffreißt und Du überhaupt nicht verstehst, warum oder weshalb er/sie so heftig reagiert! 

Dann gibt es zwei Möglichkeiten.

Die erste Möglichkeit:

Du wartest ab und hoffst, irgendwann beruhigt sich die Situation wieder, der Konflikt wird unter den Teppich gekehrt.

Du passt Dich noch mehr an, suchst die Schuld bei Dir oder beim Anderen, lässt es aber so weiterlaufen.

Du bist unglücklich, aber die Angst vor Einsamkeit, Verlassen zu werden, hält Dich in der Beziehung.

Der Konflikt ist ja nicht verschwunden und es schwelt untergründig weiter. Immer schneller kommt es wieder zu solchen Situationen, bis irgendwann einer wirklich aus der Beziehung geht.

Die zweite Möglichkeit: 

ihr seht den Konflikt,  als Chance für eine bewusste Aufarbeitung der Situation, des Traumas. Ihr erkennt, das hier was anderes, viel Tieferes dahinter steht und ihr seid bereit, daran zu arbeiten.

Ihr schafft es, jeder für sich, aus aus der Situation herauszugehen, zuerst die Situation von Außen zu betrachten.

Gemeinsam versucht ihr dann die Situation zu entschlüsseln. Welche Projektionen, Trigger, Übertragungen haben stattgefunden.

• Ihr nehmt euch Zeit zum Sprechen

• ihr definiert was passiert ist

• die absolute Wahrheit darf ausgesprochen werden, in der Form einer Ich Botschaft: Nicht:  du hast das und das getan gesagt, sondern: mein Gefühl war in diesem Moment… , so ist es bei mir angekommen…, das haben deine Worte, dein Tun bei mir ausgelöst…!  

• Rückzug, Selbstreflexion, innere Kindarbeit https://lebensmitte-endlich-stark.de/2018/12/27/das-innere-kind-welche-bedeutung-hat-es-fuer-dein-leben/

• Auch die Unterstützung durch einen Therapeuten wäre hier ein große Hilfe.  

Wichtig: Es müssen beide Partner bereit sein sich auszutauschen und zu wachsen. Geht der andere nicht mit, tue es für Dich und entscheide dann, ob die Beziehung für Dich noch stimmig ist.

Aber trotzdem ist jeder selbstverantwortlich dafür, sich seinen alten Wunden und Verletzungen anzunehmen. 

Der Partner ist nicht verantwortlich für Deine frühkindlichen Wunden. Diese zu heilen…, das kannst nur Du selbst.  

Ansonsten wirst Du weiter in dem Rad der Re-Traumatisierung bleiben, die Verletzungen und die Spannungen in der Beziehung werden zunehmen und es wird keine Lösung gefunden werden. 

Du kannst Dir jetzt bestimmt vorstellen, warum so viele Partnerschaften scheitern oder schwierig sind.

Ob Menschen eher in der Opfer- oder Täterrolle sind, bei beiden Verhaltensstrategien liegt eine schwerer Traumatisierung zugrunde.

Egal welche Rolle Du einnimmst, nur im bewussten Erkennen der Ursachen kann Heilung geschehen und auch eine erfüllte, bewusste und glückliche Partnerschaft  gelebt werden.

 

Dankbarkeit! Warum ist dankbar sein so wichtig?

Dankbarkeit! Warum ist dankbar sein so wichtig?

Dankbarkeit! Warum ist dankbar sein so wichtig?

 

Für was sollst Du dankbar sein, wirst Du Dich fragen? Für eine Kindheit ohne Liebe, für Deine daraus entstandenen psychischen und physischen Krankheiten, für viele verlorene Chancen, weil Dir aus mangelnden Selbstwertgefühl der Mut gefehlt hat, weiterzugehen.

Ich kann das gut verstehen, auch ich habe so gefühlt. Habe gehadert mit meinem Schicksal, habe mich ohnmächtig, wütend und einsam gefühlt, alleine gelassen mit meiner Trauer.

Solange bis ich an dem Punkt stand, entweder ich gehe von dieser Welt oder ich hole mir Hilfe.

Hier begann der Wendepunkt.

Ich begann meine Wunden heilen zu lassen. Es hat Zeit gebraucht. Damals hat es den Begriff: narzisstische Mutter nicht gegeben, ob es besser war oder nicht, ob es leichter gewesen wäre…, ich kann es nicht sagen.

Was ich sagen kann, es hilft uns nur insoweit, das wir das Kind beim Namen nennen können. Wir können uns leichter erlauben so zu fühlen, weil es Missbrauch ist, weil eine frühkindliche Traumatisierung stattgefunden hat. Das ist mittlerweile in aller Munde und wir dürfen wütend sein.

Aber dann, der Weg ist der gleiche, Selbstverantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, zu erkennen wir können unsere Mutter nicht ändern, wir können unsere Geschichte nicht ändern, aber wir können daraus wachsen und uns auf den Weg begeben zu uns selbst.

Uns selber die Zuwendung und Liebe geben, die wir so vermisst haben.

Dankbarkeit:
wenn es uns nicht gut geht, fällt es uns sehr schwer dankbar zu sein.
Aber vielleicht ist es Dir möglich, Deinen Focus ein wenig zu verschieben.

Wie heißt es: Das Leben ist ein Geschenk,
doch manchmal ist es hässlich verpackt!

Für was kannst z. B. kannst Du dankbar sein:

• Du hast es überlebt!
• Wir haben eine wunderbare Zeit, in der es viele Hilfsmöglichkeiten gibt.
• Du hast viel Stärke entwickelt, sonst wärst Du nicht mehr hier.
• Du hast viele Ressourcen entwickelt, welche Dir geholfen haben zu überleben.
• Du hast eine ungeheure Feinfühligkeit ausgebildet um schnellstmöglich wahrzunehmen was in Anderen vorgeht.
• Wir leben in einer Zeit ohne unmittelbare Lebensbedrohung.
• Wir haben sauberes Wasser und fast immer genug zu Essen.
• Wir haben ein Dach über dem Kopf und wir frieren nicht im Winter.

Warum ist Dankbarkeit so wichtig?

1. Sie steigert Dein Selbstwertgefühl.
2. Du spürst eine Wertschätzung und Verbundenheit mit anderen Menschen.
3. Deine Lebensfreude steigert sich.
4. Du wirst optimistischer und motivierter.
5. Dankbarkeit lässt Dich ruhiger schlafen.
7. Deine Gesundheit verbessert sich und Dankbarkeit fördert die Heilung.
8. Der Stress verringert sich.
9. Sorgen und ewiges Nachdenken wird weniger
10. Du siehst was Du hast und nicht was Dir fehlt.
11. Du hörst auf Dich mit anderen zu vergleichen oder neidisch zu sein.
12. Es fällt Dir leichter Deine Ziele zu erreichen, denn:

ENERGIE FOLGT DER AUFMERKSAMKEIT!

Probier es doch einfach aus. Es kostet nichts!

1. Schreibe Dir doch einfach mal auf, was alles im Moment in Ordnung ist, für was könntest Du theoretisch dankbar sein.
z.B.
• Eigentlich könnte ich dankbar sein, weil….
• Wegen meiner Traumageschichte,  kann ich dies besonders gut, zuhören, mich einfühlen …..
• Ja, es gibt viele Gründe verzweifelt zu sein, aber ich habe gute Freunde, einen guten Therapeuten, meinen Hund……
• Notiere, was Du schon alles geschafft hast, trotz…..

2. Vieles betrachten wir als selbstverständlich, mache Dir doch mal eine Liste, denke einfach mal darüber nach, was Du im Vergleich zu Millionen anderer Menschen hast….
stell Dir einfach mal vor, Dir würde der Herd genommen, die Waschmaschine, im schlimmsten Falle Deine Wohnung, es gäbe kein sauberes Wasser, Du hättest keine Dusche und keine andere Waschmöglichkeit…
Es ist ein Experiment, aber es kann helfen,  den Focus zu verschieben.

Aber: Es geht hier nicht um Entweder – Oder sondern um Sowohl als Auch!
Du bist traumatisiert und viel Schreckliches ist passiert, aber vielleicht gibt es trotzdem auch schöne Dinge in Deinem Leben!


Denke dran: Energie folgt der Aufmerksamkeit! Je mehr der Focus auf die guten Dinge gerichtet wird, umso mehr kommst Du in Deine Kraft, alles zu bewältigen. 

 

Gesundes Abnabeln und Lösen aus der Elternbeziehung!

Gesundes Abnabeln und Lösen aus der Elternbeziehung!

Was bedeutet eine gute Abnabelung, eine gesunde Ablösung von den Eltern?

Der erste Schritt der Abnabelung beginnt in dem Moment, in dem die Nabelschnur durchtrennt wird.

Nach der geborgenen All-inklusive Versorgung im Mutterleib, müssen wir jetzt selbstständig atmen, wir müssen an der Mutterbrust saugen lernen.

Wir müssen lernen zu spüren, wann haben wir Hunger und Durst, wann ist uns kalt, wann ist es uns zu warm,  wann fühlen wir uns unwohl in unserer Windel.

Zum ersten mal lernen wir, wie es ist für uns selbst sorgen zu müssen.

Wir müssen lernen auf uns aufmerksam zu machen, damit unsere Bedürfnisse gehört werden.

Hier beginnt schon die erste Prägung.

War die Erfüllung unserer primären Bedürfnisse in der Regel zuverlässig und konstant vorhanden?

 • nach Nahrung

•  Wärme

•  Körperkontakt

•  Hautkontakt

•  Gefühl von Geborgenheit

•  Gefühl von Sicherheit

Dann entwickelt sich das Urvertrauen in dem kleinen Menschen. Das Kind schaut mit Vertrauen in die Zukunft und auf das was in Zukunft geschehen wird.

Oft kommt es aber in dieser Phase schon zu Missverständnissen. Du hast als Baby Hunger, wirst aber gewickelt, Dir ist kalt, aber Du wirst gefüttert.

Zum ersten Mal erfahren wir was Bedürfnisse sind, das kannten wir ja im Bauch der Mutter nicht. Die Nabelschnur lieferte konstant Nahrung und Sauerstoff, die Wärme, die Umgebung war stabil und sicher. 

Wir lernen bereits in dieser Phase was  Beziehung bedeutet. Wir sind auf andere Menschen angewiesen. Wir brauchen jemand der uns füttert, uns wickelt. Wir  genießen gestreichelt zu  werden, Hautkontakt zu spüren  und hören liebevolle, uns zugewandten  Worte. Auch ein liebevoller Blickkontakt ist für das Baby so wichtig.

Auch dies ist alles wichtig für das Urvertrauen.

Die Erfahrung entsteht: „Wie ist diese Welt, bin ich willkommen und werde ich geliebt. Werden meine Bedürfnisse wahrgenommen, werde ich verstanden und gesehen?“

Wurden aber diese ersten Bedürfnisse nicht erfüllt, mussten wir z.B. lange weinen, schreien bis wir gehört wurden? Bekamen wir keine emotionale Wärme?

War die Situation sehr unzuverlässig und chaotisch, wechselten ständig die Bezugspersonen, oder waren wir im schlimmsten Falle viel alleine?

Hier entsteht schon hier in frühester Kindheit eine angstauslösende Situation und dadurch ein hoher Stressfaktor.

Wir hatten als Baby nur 2 Möglichkeiten:

Wir haben weiter gekämpft, geschrien – Kampfmodus

wir haben aufgegeben, sind erstarrt – Fluchtmodus

Im der Strategie des Kampfmodus haben wir schon frühkindlich gelernt, wir müssen für uns selbst sorgen, kämpfen, schreien, damit wir überhaupt überleben. Zumindest haben wir durch dieses Verhalten wenigstens in der Regel Nahrung bekommen.

Wir haben gelernt,  zum Überleben gehört: Wir können uns nur auf uns selber verlassen. Andere Menschen sind unzuverlässig, interessieren sich nicht für mich. Um zu überleben müssen wir kämpfen.

Wir werden zum emotionalen Selbstversorger. Vermeiden später den Kontakt zu anderen Menschen, da wir uns schützen wollen vor der Erfahrung wieder enttäuscht zu werden, wieder den Schmerz zu spüren.

Beim Fluchtmodus, sind wir innerlich erstarrt, ähnlich eines Totstellreflexes beim Tier. Durch die Zurücknahme der eigenen Bedürfnisse, bis hin zur Verleugnung, bzw. der Verdrängung, sind wir in die absolute Anpassung und Unterordnung gegangen.

Video: Erlernte Hilflosigkeit!

Wir werden über-angepasst möchten es allen anderen recht machen. Zeigen uns nur lieb und niedlich und erzeugen dadurch beim Anderen einen bedürftigen Eindruck. Wir stellen aber gleichzeitig unser Licht unter den Scheffel.

Wir  machen uns bewusst klein, aus der Angst die Bedürfnisse werden sowieso nicht erfüllt. Also bleib ich lieber in der Rolle des kleinen bedürftigen Kindes, dann passiert mir am wenigsten. Ich kann im Familienverband (später Gruppe) bleiben, was das nackte Überleben sichert.

Wir haben gelernt, das was andere Menschen brauchen,  ist immer wichtiger ist  als das,  was ich brauche.

Hier haben wir schon einen Grundkonflikt zwischen Autonomie und Abhängigkeit.

1.Bedürfnis nach Autonomie:
Das Streben nach Autonomie  versucht, all die eigenen Bedürfnisse und Interessen ausreichend zu leben.

„Ich brauche andere Menschen nicht! Ich kann das alles selbst! Es wäre schwach andere um Hilfe zu bitten! „

Frei, ungebunden aber einsam!

2. Bedürfnis nach Loyalität Abhängigkeitsmodus:

Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Liebe und Anerkennung muss erfüllt werden.

 „Ich tue alles, nur damit Du bleibst! „

“ Ich bin doch immer lieb! „

Oft werden wir hier unbewusst die Unterwürfigen, wollen immer lieb sein, wollen uns  immer nur lieb zeigen, um ja nirgends anzuecken oder abgelehnt zu werden.

Das kann aber auch manipulativ genutzt werden. Die anderen denken man seit so zerbrechlich, lieber sagen sie dann nichts. Was schade ist, weil z.B. kein wertvoller Gedankenaustausch stattfinden kann. Oder sie wenden sich ab, weil sie Dich nicht greifen können, nicht wissen, wer Du wirklich bist.

Hier liegt im Vordergrund die Ur-Angst, ausgestoßen zu werden aus dem Verband (früher aus der Familie).

Viele psychischen Störungen resultieren aus dem Konflikt zwischen diesen beiden Seiten.

Bei beiden Reaktionsmöglichkeiten – Flucht oder Kampf – ,bekommen wir aber nicht das, was wir uns wirklich wünschen, wir bleiben in dem frühkindlichen Verhaltensmodus. 

Wir reagieren mit einer Strategie aus frühkindlichen Erfahrungen, die nicht  wirklich frei, situationsbedingt und bewusst gewählt ist.

Weitere Phasen der Abnabelung:

Trotzphase:  2-3 Lebensjahr

Die Trotzphase eines Kindes ist oft unfassbar nervig für das Umfeld.

Das Wort Nein steht hier im Vordergrund.

Z.B.; Der Klient macht das Gegenteil von dem,  was der Therapeut vorschlägt. Verhalten bei Erwachsenen, die in der Trotzphase steckengeblieben sind.

Bei Kindern: Verbiete die Sachen, dann tun sie es erst recht (Wenn Du willst, dass Dein Kind Gemüse isst, verbiete Gemüse zu essen…!).

Erik Erikson: Autonomie versus Scham

Phase der Entscheidungen für unser Verhältnis zwischen Liebe und Hass, Bereitwilligkeit und Trotz,  freiem Selbstausdruck und Anpassung! Wollen wir eher autonom werden oder abhängig sein?

Zunehmende Autonomieentwicklung ist Ziel der Trotzphase

Nach Freud: Anale Phase (Reinlichkeitserziehung).

Auch hier gilt welchen Grundcharakter hat das Kind, neigt es eher zu Autonomie oder eher zu  Abhängigkeit?

Wichtig wie reagieren die Eltern in dieser Phase, mit Druck oder mit Verständnis, können sie auf das Kind eingehen?

In dieser Phase geht es darum Selbstvertrauen, Selbstständig und Selbstwirksamkeit zu entwickeln.

Hier ist die Entdeckerfreude, wir machen uns auf die Welt zu erkunden. Werden zu unserem eigenen Schutz von den Eltern eingegrenzt

Wie begrenzen uns die Eltern?

Es ist wichtig, dass unsere Eltern uns begrenzen als Kind!

WC Reiniger trinken wäre nicht sinnvoll.

Aber hatten wir überbehütende Eltern oder völlig uninteressierte Eltern?

Uninteressierte Eltern begrenzen das Kind nicht da wo es sinnvoll wäre. Die Eltern nehmen nicht am Leben teil.

Auch hier entscheidet sich das Kind wieder zwischen Flucht oder Kampfmodus..

Entweder es kennt keine Grenzen verhält sich grenzenlos oder es ist übervorsichtig und angepasst.

Macht und Ohnmacht ist die Überschrift der Trotzphase! Kontrolle erleben oder Kontrolle als Kind ausüben. 

Pubertät:

Ablösungsprozess von den Eltern:

Wir stellen alles was die Eltern machen in Frage. Die eigene Identität wird durch eine Oppositionshaltung gefunden.

Neue Rollenvorbilder werden nötig in diesem Alter.

Clique, Freunde, bilden unseren Charakter . Die Oppositionshaltung zu den Elten und Identifikation mit Freunden und Nichtfreunden prägen unseren Charakter.

Man trifft sich mit anderen, Sportvereinen.

Wir haben leider in unser heutigen Zeit keine Übergangsrituale mehr. 

In den Indigen Kulturen findet Initiationsriten nach wie vor statt. Hier werden Mentoren bereit gestellt, Stammesälteste,  weise ältere Frauen und Männer,  die den Übergang begleiten und anleiten, vom Kind  ins Erwachsenen Leben. Die Jugendlichen werden in diesen Völkern darauf vorbereitet, ein tragendes, wertvolles Mitglied einer großen Gemeinschaft zu werden. 

In unserer Zeit haben Jungen meist nur Väter als Leitbild für das männliche Prinzip und Töchter ihre Mutter als Leitbild für das weibliche Prinzip.

Sie lernen über diese Prägungen: Wie darf ich sein, wie darf ich nicht sein als Mann oder Frau…..!

Welche Auswirkungen dissoziale Familienstrukturen auf die Kinder haben, kannst Du Dir bestimmt vorstellen.

Den Kindern ist es erschwert, ihrer geschlechtliche Identität zu finden.

Frauen haben ein riesengroßes Problem mit ihrer Weiblichkeit und Männer wissen nicht mehr,  wie ein Mann sein soll.

Folgen von fehlender Abnabelung von Deiner Mutter oder Deinem Vater:

Viele Menschen sind oft auch noch im höheren Alter gefangen in den Verwickungen mit den Eltern, sie fühlen so, als wären sie immer noch nicht erwachsen geworden.

Sie fühlen sich immer noch gegenüber den eigenen Eltern hilflos, unmündig, bevormundet. Sie ärgern sich über Verhaltensweisen und Eigenheiten der Eltern, die sie in der Kindheit als traumatisch erlebt haben und die Wut und der Groll zeigt sich immer wieder, wenn die Eltern wie früher reagieren, bzw. sich überhaupt nicht positiv verändert haben.

Immer noch besteht der Wunsch und die Hoffnung, dass die Eltern den Wunsch nach Liebe positiv beantworten.

Viele Problem die auftauchen, sind auf eine nicht vollständig vollzogene Abnabelung von den Eltern zurückzuführen.

Berufliche Probleme, keinen Erfolg  haben, in einem Hamsterrad gefangen zu sein. Fehlender Mut und Angst vor dem Leben um etwas zu verändern.

Die meist unbewusste Dynamik einer zu starken Solidarität, Loyalität und den unerfüllten Erwartungen an die Eltern bindet enorm viel Energie.

Oft wird den Eltern noch soviel Macht eingeräumt über das eigene Leben, obwohl oft gar kein Kontakt mehr besteht.

Man hat sich zwar distanziert, ist schon lange ausgezogen, bleibt auch allem Familienfesten fern. Man möchte mit den  Eltern nichts mehr zu tun haben. Zu tief haben sie uns verletzt, gedemütig, manipuliert.

Doch die frühkindliche Wunde bleibt. Zeigt sich durch Stellvertreter im Außen, der Chef, die unverschämte Kassiererin an der Kasse, der Schwiegervater, die Schwiegermutter, die beleidigende Freundin, die Lehrerin der Kinder, usw. .

Man hält fest an dem Betrug der Kindheit, das verlorene Vertrauen in die Menschen und erlebt im Außen Situationen, bei denen man, z.b im Kampfmodus,  auf einer ähnlichen Ebene reagiert. Man prozessiert mit vielen Leuten um endlich Recht zu haben.

Im Fluchtmodus zieht man sich eher zurück und schimpft über die böse Welt. 

Man kämpft auch hier um die Zuwendung, und das Gesehen werden, endlich jemand zu sein. Endlich sich zu wehren und nicht mehr ohnmächtig alles zu ertragen wie als Kind.

Bei manchen Menschen kann es sogar soweit gehen, das die kindliche Wunde jede Partnerschaft oder eine Familiengründung verhindert.

Probleme auf jeder Ebene, körperlich, geistig, seelisch aber auch spirituell sind möglich. 

Ich erlebe in meiner Praxis und in den Beratungen immer wieder was geschieht, wenn endlich Frieden und Aussöhnung mit den Eltern gefunden wird.

Die gebundene Kraft wird frei für das eigene Leben, die Motivation, die Kreativität, die Ideen und die eigenen Potentiale können endlich fließen.

Wenn Du es schaffst, alle Erwartungen und Hoffnung an Deine Eltern zu verabschieden und die Eltern als das zu sehen, was sie sind und wie sie sind.

Wenn Deine Geschichte zu dem wird, was sie ist:  „Ein vergangener Teil Deines Lebens.“

Und wenn Du Dich diesen verletzten inneren Anteilen in Liebe und Fürsorge zuwendest, dann dürfen diese Energien Dein Leben bereichern und Du kannst in Frieden ein erfülltes Leben gestalten. 

Nutze das elterlich Erbe für Deine eigene Verwirklichung

Sie bleiben unsere Eltern.

Wir sind in diese Familie hineingeboren, ob wir es gewollt haben oder nicht. (Hier gibt es unterschiedliche Sichtweisen)

Wir haben Gutes und nicht so Gutes erlebt, wir haben auch Schattenseiten der Eltern weitergelebt, die sie an uns übergeben haben.

Aus welchen Gründen auch immer, die Eltern waren nicht fähig,  sich mit ihren Fehler auseinanderzusetzen.

Aber auch viel positives Potential ist in den Anlagen der Eltern verborgen.

Gehe auf die Suche: Wie wäre Deine Mutter oder Dein Vater geworden, wenn sie nicht selbst traumatisiert worden wären?

Welche besonderen Potentiale und Fähigkeiten sind in Deiner Familie angelegt? 

Vielleicht hast Du die Wünsche und Träume Deiner Eltern leben müssen obwohl sie Dir nicht entsprechen. Aber es gibt auch viele positive Anlagen der Eltern, die Du gerne nehmen darfst.

Solange Du aber noch im Groll, im Hass oder in der absoluten Ablehnung gegenüber Deinen Eltern bist, steht Dir dieses Potential nicht zur Verfügung.

Es bleibt im Unbewussten, bleibt verborgen. Es ist blockiert, Du hast keinen Zugang dazu.

 

Es ist so gewinnbringend für Dich, die Aussöhnung mit Deinen Eltern in Dir, in Deiner Seele zu finden. Unabhängig davon, wie Deine Eltern sich im Außen verhalten!

Silent Treatment – Das Schweigen der Narzissten

Silent Treatment – Das Schweigen der Narzissten

Silent Treatment – Das Schweigen der Narzissten

Kennst Du das auch! Du bist in einem Gespräch und von einem Moment auf den anderen wird der Andere zu einer versteinerten Salzsäule,  dreht sich um, und schweigt. Hier spricht man vom Silent Treatment.

Deine Mutter, Dein Vater, Dein Partner behandeln Dich wie Luft, Du rennst an eine Mauer oder verlierst Dich wie in einem diffusen Nebel.

Je mehr Du nachfragst, je mehr Du um Antwort bettelst, umso mehr verschließt sich der Andere.

Silent Treatment ist eine Manipulationstechnik die besonders narzisstische Persönlichkeiten wählen um den anderen zu verunsichern,  sie versuchen ihn dadurch zu dem gewünschten Verhalten zu bringen, das sich der Narzisst wünscht.

Für ein Kind ist die Manipulationstechnik Silent Treatment schrecklich, es fühlt sich unverstanden, weiß nicht was geschehen ist, fühlt sich ohnmächtig und die Tatsache, das die Mutter nicht mehr seelisch anwesend ist kann zu großen Ängsten bis hin zu Überlebensängsten führen:

„Die Mutter kümmert sich nicht mehr um mich, ich werde nicht überleben…!“

Was ist passiert?

Bei Deiner Mutter oder Deinem Vater:

• Als Kind hast Du Dich wiedersetzt, nicht gleich reagiert, weil Du z.b. in einem Spiel versunken warst.

• Deine Mutter wollte etwas bestimmtes von Dir, Du hast es aber nicht genau so gemacht wie es Dein Mutter wollte.

• Du hast etwas selbstständig gemacht, was Deiner Mutter absolut missfallen hat.

• Du bist als Schulkind mit dem Zeugnis nach Hause gekommen, Deine Mutter hat einen Blick darauf geworfen und ohne ein Wort sich im tiefen Schweigen zurückgezogen. Du hast sie in ihrer Sicht enttäuscht.

• Kinder sprechen oft unbedarft die Wahrheit aus, Deine Mutter ist total beleidigt und bestraft Dich mit Schweigen.

• Du kennst bestimmt noch viele andere Beispiele auf Deinem Leben 

Erwachsener Narzisst:

• Du bist ganz einfach nur anderer Meinung

• Du möchtest etwas anderes

• Du stellst den Narzissten zur Rede, weil er gelogen hat

• Der Narzisst hat nachweislich einen Fehler gemacht, Du weißt ihn darauf hin.

• Du möchtest mit dem Narzissten über ein wichtiges Thema sprechen, aber er will sich nicht dazu äußeren

• Für den Narzissten bringt seiner Sicht nach das Gespräch nicht, es hat für ihn keinen Nutzen, bringt keine Gewinn.

• Manchmal empfindet der Narzisst schon ein 2 mal gestellte Frage als Druck

• Der Narzisst möchte etwas von Dir und Du sagst Nein.

• Der Narzisst fühlt sich unterlegen, weil Du etwas besser kannst oder weißt.

• usw.  

Wie kommt es zum Verhalten des Silent Treatment?

Da eine Mensch mit einer Persönlichkeitsstörung (nicht hirnorganisch), oft über eine mangelnde Selbstreflexion, mangelnde Kritikfähigkeit aufgrund einer labilen Persönlichkeit ohne wahres Selbst-bewusstsein verfügt, ist er sofort antriggerbar und nutzt seine gelernten Strategien.

Auch er fühlt tief in sich eine Wut, wenn er verunsichert ist. Oder er fühlt diese Wut weil er seinen Willen nicht bekommt, und es als Majestätsbeleidigung ansieht.

Er versucht vielleicht noch anfangs mit vielen, auch lauten Worten seine Sicht durchzusetzen. Wenn man ihn hier weiter reizt kann es zu aggressiven Tagen führen.

Wenn er aber merkt er scheitert damit, bestraft er den Anderen mit Schweigen. Dies kann Tagelang anhalten.

Auch wenn der Andere zu Kreuze kriecht um ihn wieder zu beruhigen, bleibt er in seiner Strategie.

Er würdigt den anderen mit keinem Blick, er ist nicht bereit etwas zu erklären oder in eine positive Klärung zu gehen.

Er fühlt sich absolut im Recht. 

Silent Treatment ist die Strategie eines inneren Kindes, das verletzt ist, sich nicht gesehen fühlt, es ist die einzige Möglichkeit für ihn mit seinen Gefühlen umzugehen und sich weiter vor den „scheinbaren Verletzungen“ zu schützen.

 

Das ist keine Ent – Schuldigung! Es ist eine Erklärung!

Damit Du es leichter hast bei Dir zu bleiben und es im Moment einfach mal stehen lassen kannst.

Biete ihr/ihm an, man kann später weiterreden. Bringe eine Pause in die Situation, bis sich jeder wieder weitgehend reguliert hat.

Reflektiere auch Du die Situation, wenn Du sicher bist, das Deine Sicht richtig ist, dann bleibe dabei.

Lass Dich nicht abbringen nur um wieder ein wohlgesonnenes Gegenüber zu haben.

Werde Dir bewusst, das Du keine Schuld hast, nur z.B. eine andere Meinung oder andere Bedürfnisse!

Wenn Dir das alles immer wieder begegnet, gehe in bewusstes Hinterfragen Deiner Position und der des Anderen.

Ist er/sie ein pathologischer Narzisst, oder ein Mensch mit einer anderen Persönlichkeitstörung, wirst Du nicht viel bewirken können. Dann hilft oft nur den Kontakt zu beenden, weil es Dich selbst auf Dauer zerstört.

Hinterfrage:  sind es Kindheitsmuster, wie lange kennst Du es schon?

Dein inneres Kind 

Was kannst Du als Erwachsener tun, wenn Deine Mutter oder Dein Vater immer noch so reagieren?

Wenn Du den Kontakt nicht ganz aufgeben möchtest oder kannst, würdige das Erlebte, trauere um dieses Schmerz, diese Ohmacht, diese Angst, diese sinnlosen zermürbenden Schuldgefühle die Du als Kind erleben hast müssen!

Gehe in Kontakt zu Deinem inneren Kind und halte, tröste, behüte und reguliere es.

Heile das innere Kind, damit Du die Stärke hast, ruhig Deine Sicht zu äußern, Deine Meinung zu sagen und biete die Bereitschaft zu einem Gespräch an, wenn Deine Mutter und Vater Dir gegenüber respektvoll begegnen können.

Du darfst sagen: „ich resektiere Deine Meinung aber ich wünsche mir das Gleiche auch von Dir. Wenn Du es kannst, dann melde Dich bei mir!  Aber so ein Verhalten ist für mich nicht mehr akzeptabel! „

Grey-stone Methode! Ist sie sinnvoll?

Grey-stone Methode! Ist sie sinnvoll?

Die Grey-stone Methode

 
Bei der Grey-stone Methode visualisiert ein Klient,  dass er ein grauer Stein ist.
Ein grauer Stein, der unangreifbar ist. An dem alles abprallt was von Außen kommt. Nichts zerstört ihn, nicht zerstört damit Dich!
Nichts an Dir ist weich, empathisch, liebevoll.
Ziel der Grey-stone Methode ist, dass man bei Attacken von übergrifflichen, verletzenden, provozierenden Menschen stark und stabil bleibt.
Gerade beim Thema Narzissmus, narzisstischer Missbrauch „kann“ es eine Möglichkeit sein.
 

Du hast aber auch akzeptiert:

–  Deine Gegenüber wird sich nie ändern
–  Diskussionen enden im Streit oder sind sinnlos
–  Diese Menschen werden nie verstehen, wie sehr sie Dich verletzt haben
–  Sie werden nie verstehen das Du durch ihr Verhalten traumatisiert bist
–  Sie werden sich nie entschuldigen
 
Meiner Sicht nach ist Die Grey-Rock Methode nur in bestimmten Situationen sinnvoll.
Und auch nur bei Menschen, die sehr schnell und bewusst diese Methoden anwenden können um sich abzugrenzen. 
Und bei Menschen die  diese Fähigkeit besitzen schnell um wieder in die eigene, stabile emotionale Welt zurück zu gehen.
Aber eigentlich brauchen sie dann keine Methoden mehr, weil sie schon innerlich stark sind und sich selbst regulieren können.
 

Da viele traumatisierte Menschen aber in einer innerlichen Erstarrung sind, keinen ausreichenden Zugang zu ihren Gefühlen und Bedürfnissen haben, ist diese Visualisierung in dieser Art und Weise oft kontraproduktiv.

Ein grauer Stein zu sein bedeutet noch mehr die eigenen Gefühle zu unterdrücken und noch lebloser zu werden.

Sich vorzustellen man ist ein Stein, kann die Dissoziation noch fördern.

Das hin- und her switschen können,  zwischen dem Gefühl man ist ein Stein, der nicht zerstörbar ist und dem Fühlen der eigenen weichen, empathischen Seite braucht viel Übung und viel Bewusstheit.

Teste es einfach für Dich einmal aus, wenn Du aber merkst, Du schaffst es nicht, auch nicht durch eine Vorbereitungszeit, weil z.B. der Termin des Treffens schon feststeht…., sei geduldig mit Dir.   Aber auch wenn Du merkst, es funktioniert in dem Moment ganz gut, aber Du kommst nicht mehr wirklich zu Dir zurück,  dann sei vorsichtig.  

 

Ja, es ist wichtig sich abgrenzen zu können und nicht mehr angetriggert zu werden um sachlich und ruhig bei Angriffen zu reagieren.

Um auch bei Telefonaten (die meist spontan kommen), bei Spontanbesuchen, SMS, Emails oder sonstigem Schriftverkehr zu reagieren und zu antworten wie ein Rechtsanwalt.  

Für mich und in meiner Weise mit traumatisierten Menschen zu arbeiten geht es um die Stärkung des Ich, um den bewussten, erfühlen, erlebten Umgang mit Deine eigenen, authentischen Gefühlen.
Das ist ein Prozess der von innen nach außen entwickelt wird.
 

Dann, wenn die Seele stark ist aus sich selbst heraus, Gelassenheit und Selbstsicherheit besitzt, ist auch der Umgang mit schwierigen Menschen gut zu bewältigen.

 

Es kann passieren, wenn Du völlig kühl und sachlich bist, das gerade narzisstische Menschen oder grundsätzlich schwierige Menschen mit Krankheiten noch krasser werden.

Warum?  Sie fühlen sich nicht ernstgenommen, was ja ein Teil der Grunderkrankung ist und die Reaktion kann eine verstärkte Gegenreaktion bewirken.
Auch dann, wenn es um offizielle oder gerichtliche Dinge geht, wie bei Umgangsrecht mit Kindern oder andere nötige Klärungen in einer Familiensituation ist es besser einfach Du selbst  zu bleiben, und trotzdem sachlich und aus Deiner inneren Stärke heraus nicht triggerbar zu sein.

Wie erreichst Du diese innere Stabilität?

 
Eine  körperorientierte Traumatherapie,  aktive Imagination, innere Reisen,  also Methoden die Dich zurück zu Deinem wahren Ich führen sind empfehlenswert. Methoden die Deine Seele stärken, sind meiner Sicht nach besser. 
Nein sagen lernen!
Auch Wissen um Methoden zur Selbstregulation sind enorm hilfreich.

Dann bleibst Du auch in herrausfordernden Situationen ruhig und gelassen und bei Dir selbst.