Die Macht der Kränkungen – Warum sie uns so tief verletzen + 15 Tipps für Dich

Die Macht der Kränkungen – Warum sie uns so tief verletzen + 15 Tipps für Dich

Kränkungen können uns zutiefst verletzen, weil sie in der Regel unsere emotionalen Bedürfnisse und unser Selbstwertgefühl angreifen.
Sie sind oft schmerzhaft und ihre Auswirkungen können tiefgreifend und langanhaltend sein.
In diesem Artikel werden wir einige der Gründe diskutieren, warum Kränkungen uns so stark beeinflussen und welche Auswirkungen sie auf unser emotionales Wohlbefinden haben können.

 

Selbstwertgefühl

Kränkungen können unser Selbstwertgefühl beeinträchtigen, indem sie uns das Gefühl geben, minderwertig, ungeliebt oder unakzeptabel zu sein. Ein Beispiel dafür könnte sein, wenn jemand abwertende Bemerkungen über unser Aussehen oder unsere Fähigkeiten macht, was dazu führt, dass wir an unserer eigenen Wertigkeit zweifeln. Dieser Prozess kann unser Selbstvertrauen untergraben und uns unsicher und selbstbewusst fühlen lassen.

 

Emotionale Bindungen

Kränkungen von Menschen, die uns nahestehen, können besonders schmerzhaft sein. Wenn beispielsweise ein enger Freund oder ein geliebter Mensch uns verletzt oder ablehnt, kann dies das Vertrauen in dieser Beziehung erschüttern und zu einem tiefen emotionalen Schmerz führen. Dies kann auch dazu führen, dass wir uns isoliert und allein fühlen, was unseren emotionalen Schmerz noch verstärken kann.

 

Angst vor Ablehnung

Viele Menschen haben die Angst vor Ablehnung oder Ausgrenzung tief in sich verwurzelt. Kränkungen verstärken diese Ängste, indem sie uns glauben lassen, dass wir nicht akzeptiert oder geliebt werden. Ein Beispiel könnte sein, wenn man bei einer Gruppenaktivität ausgeschlossen wird und die Befürchtung hat, von anderen abgelehnt zu werden. Dies kann zu einem Gefühl der Isolation und des Nichtdazugehörens führen, was wiederum unser Selbstwertgefühl und unser allgemeines Wohlbefinden beeinträchtigen kann.

 

Identität

Kränkungen können unsere Vorstellungen von unserer eigenen Identität und unserem Selbstbild erschüttern. Stell dir vor, du hast jahrelang hart an deinem Beruf gearbeitet, und jemand stellt plötzlich öffentlich deine Fähigkeiten in Frage. Dies kann deine Selbstwahrnehmung in Frage stellen und dich verunsichern. Es kann auch dazu führen, dass du an deinen Fähigkeiten und deinem Wert zweifelst, was wiederum dein Selbstwertgefühl und dein Gefühl von Selbstsicherheit untergraben kann.

 

Scham

Kränkungen können Schamgefühle auslösen, da sie oft vor anderen Menschen oder in öffentlichen Situationen stattfinden. Ein Beispiel hierfür könnte sein, wenn jemand in einer Gruppe gedemütigt wird und sich danach schämt, sich den anderen erneut zu zeigen. Scham kann ein mächtiges Gefühl sein, das uns davon abhalten kann, uns selbst zu akzeptieren und uns in unserem eigenen Leben wohl zu fühlen.

 

Unvorhersehbarkeit

Kränkungen sind oft unvorhersehbar und können von Menschen oder Situationen ausgelöst werden, die wir nicht kontrollieren können. Das Gefühl der Hilflosigkeit und des Kontrollverlusts kann den Schmerz verstärken und uns das Gefühl geben, dass wir unserem eigenen Schicksal ausgeliefert sind. Dies kann zu Gefühlen von Unsicherheit und Angst führen, die unser allgemeines Wohlbefinden beeinträchtigen können.

 

Langfristige Auswirkungen

Wenn Kränkungen nicht angemessen bewältigt werden, können sie langfristige Auswirkungen auf unsere psychische Gesundheit haben. Zum Beispiel kann wiederholte Kränkung im Laufe der Zeit zu Depressionen, Angstzuständen und einem stark reduzierten Selbstwertgefühl führen. Es ist daher wichtig, dass wir lernen, wie wir mit Kränkungen umgehen und sie bewältigen können, um ihre langfristigen Auswirkungen zu minimieren und unser emotionales Wohlbefinden zu fördern.

Insgesamt können Kränkungen eine starke Auswirkung auf unser emotionales Wohlbefinden und unser Selbstwertgefühl haben. Es ist wichtig, dass wir lernen, wie wir mit diesen Gefühlen umgehen und sie bewältigen können, um unsere psychische Gesundheit zu fördern und zu schützen.

Hier sind einige Tipps / Strategien, die dir helfen können besser mit Kränkungen umzugehen.

    1. Selbstbewusstsein entwickeln:

    Verstehe deine eigenen Stärken und Schwächen, und sei dir dein eigenes Selbstwertgefühl bewusst. Je mehr du dich selbst kennst, desto weniger werden dich Kränkungen beeinflussen.

    2. Die Perspektive wechseln:

    Versuche, die Situation aus der Sicht der anderen Person zu betrachten. Oft haben Kränkungen mehr mit ihren eigenen Problemen und Unsicherheiten zu tun als mit dir.

    3. Emotionale Kontrolle:

    Lerne, deine emotionalen Reaktionen zu kontrollieren. Tiefes Atmen, Meditation und Achtsamkeit können helfen, dich zu beruhigen, bevor du impulsiv reagierst.

    4. Zeit gewinnen:

    Wenn du gekränkt wurdest, nimm dir Zeit, bevor du antwortest.

    Das gibt dir die Gelegenheit,  deine Emotionen zu verarbeiten und eine überlegte Antwort zu formulieren.

    5.Kommunikation:

    Sprich mit der Person, die dich gekränkt hat, wenn es angebracht ist. Konstruktive Kommunikation kann Missverständnisse klären und zu einer Lösung führen.

    6.Grenzen setzen:

    Setze klare Grenzen und lass andere wissen, was du akzeptierst und was nicht. Dies kann dazu beitragen, künftige Kränkungen zu verhindern.

    7. Selbstwert steigern:

    Arbeite an deinem Selbstwertgefühl und deinem Selbstvertrauen.

    Je stärker du dich selbst schätzt, desto weniger werden dich die Meinungen und Handlungen anderer verletzen.

    8. Resilienz stärken:

    Entwickle deine Fähigkeiten zur Resilienz, um besser mit Schwierigkeiten und Rückschlägen umgehen zu können. Resiliente Menschen können Kränkungen besser bewältigen.

    9. Humor:

    Lerne, über dich selbst zu lachen und die Dinge nicht ernst zu nehmen.  Ein gesunder Sinn für Humor kann dir helfen, Kränkungen leichter zu nehmen.

    10. Ablenkung:

    Lenke deine Aufmerksamkeit auf andere Dinge, die dir Freude bereiten. Manchmal hilft es, sich auf positive Aktivitäten zu konzentrieren, um negative Gefühle zu überwinden.

    11. Akzeptanz und Vergebung:

    Akzeptiere, dass du nicht jeden beeindrucken oder jeden Konflikt vermeiden kannst. Manche Menschen werden immer negative Bemerkungen machen, und das hat oft nichts mit dir zu tun.

    Lerne, zu akzeptieren, dass niemand perfekt ist, einschließlich dir selbst. Versuche, andere zu vergeben, wenn sie dich gekränkt haben. Dies befreit dich von negativen Emotionen.

    12. Unterstützung suchen:

    Sprich mit Freunden, Familie oder einem Therapeuten über deine Gefühle und Erfahrungen. Manchmal hilft es, Unterstützung von anderen zu erhalten.

    13. Werte und Prioritäten klären:

    Denken Sie darüber nach, was Ihnen im Leben wirklich wichtig ist. Wenn du deine Werte und Prioritäten klar vor Augen hast, kannst du Kränkungen weniger aus der Bahn werfen.

    14. Reframing:

    Versuche, negative Bemerkungen oder Situationen in einem positiven Licht zu sehen. Suche nach den Lektionen, die du aus ihnen ziehen/lernen kannst.

    15. Selbstfürsorge:

    Sorge gut für dich selbst, sowohl körperlich als auch emotional. Eine gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung können dazu beitragen, deine Stressresistenz zu erhöhen.

    Denke daran, dass es normal ist, hin und wieder gekränkt zu werden. Aber wie du darauf reagierst, liegt in deiner Kontrolle. Indem du diese Strategien anwendest, kannst du gelassener auf Kränkungen reagieren und deine emotionale Gesundheit stärken.

    Die Bedeutung der Emotionen: Die Kunst, unsere Gefühle bewusst wahrzunehmen und zu verstehen

    Die Bedeutung der Emotionen: Die Kunst, unsere Gefühle bewusst wahrzunehmen und zu verstehen

    Die Bedeutung der Emotionen: Die Kunst, unsere Gefühle bewusst wahrzunehmen und zu verstehen

    Glaubst du, dass Gefühle wichtiger sind als unser Verstand? Die Idee, unsere Emotionen bewusst wahrzunehmen und zu spüren, hat in der modernen Psychologie viel Aufmerksamkeit erhalten. In diesem Artikel möchten wir die Bedeutung dieser emotionalen Intelligenz erkunden.

    Authentizität und der Ausdruck von Emotionen

    Es wird oft gesagt, dass wir authentisch sein sollten, indem wir unsere Gefühle ohne Einschränkung ausdrücken. Aber ist das wirklich der Fall? Ist es wirklich notwendig, unsere Emotionen uneingeschränkt auszuleben, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen? Dies sind wichtige Fragen, die wir uns stellen sollten.

    Gefühle sind zweifellos von großer Bedeutung, und das Unterdrücken von Emotionen kann langfristig negative Auswirkungen haben. Dennoch ist es wichtig zu verstehen, dass der Ausdruck von Emotionen in angemessener Weise erfolgen sollte. Wenn wir überwältigt werden und unsere Gefühle unkontrolliert ausleben, kann dies zu Problemen führen.

    Der Mythos des emotionalen Panzers

    Oft haben wir den Wunsch, die „Schutzmauern“ anderer Menschen zu durchbrechen, um ihre wahren Gefühle freizulegen. Wir nehmen an, dass diese Menschen ihre Emotionen unterdrücken, aber das ist nicht immer der Fall. Tatsächlich haben viele Menschen Schwierigkeiten damit, angemessene emotionale Grenzen zu setzen. Sie könnten sich in ihren Gefühlen verlieren und ein äußeres Bild von Stärke und Selbstsicherheit aufbauen, um sich zu schützen.

    Es ist wichtig zu erkennen, dass ein übermäßiges Überfluten von Emotionen ebenfalls zu erheblichen Problemen führen kann. Die Lösung liegt nicht darin, alles rational mit dem Verstand zu regulieren, sondern in einer gesunden Balance zwischen Verstand und Emotion.

    Wie entstehen Emotionen?

    Um besser zu verstehen, wie Emotionen funktionieren, ist es hilfreich, zu betrachten, wie sie entstehen. Emotionen sind im Wesentlichen interpretierte Körperempfindungen. Wenn etwas in unserer Umgebung unsere Sinne anspricht, interpretiert unser Gehirn diese Reize und drückt sie in Form von Emotionen aus.

    Diese Interpretationen sind oft von unserer frühen Kindheit und den Erfahrungen, die wir gemacht haben, geprägt. Uns wurde beigebracht, wie wir unsere Körperempfindungen benennen sollten, wie Hunger, Angst, Wut oder Traurigkeit.

    Die Rolle von Geschlecht und Emotionen

    Es gibt auch geschlechtsspezifische Unterschiede im Umgang mit Emotionen. Frauen können manchmal weniger Wut ausdrücken und stattdessen mit Trauer reagieren, während Männer Schwierigkeiten haben, Traurigkeit zu zeigen oder zu spüren. Diese Unterschiede sind oft das Ergebnis gesellschaftlicher Normen und Erwartungen.

    Emotionen in der Gegenwart und Vergangenheit

    Emotionale Reaktionen in der Gegenwart werden oft von unseren früheren Erfahrungen und Interpretationen beeinflusst. Ähnliche Situationen im Hier und Jetzt können unser Gehirn dazu bringen, sofort Verknüpfungen zur Vergangenheit herzustellen, was dazu führt, dass wir die aktuelle Situation mit Emotionen aus der Vergangenheit erleben.

    Dies kann zu Fehlinterpretationen führen, bei denen unsere emotionalen Reaktionen nicht im Einklang mit der Realität stehen. Extreme Emotionsausbrüche können die Folge sein.

    Die Kunst der Achtsamkeit

    Um die Kontrolle über unsere Emotionen zu erlangen, können wir lernen, uns selbst aus einer beobachtenden Position heraus zu betrachten. Dies ermöglicht es uns, nicht vollständig mit unseren Emotionen zu identifizieren.

    Gefühle kommen und gehen, ebenso wie Gedanken. Um nicht von ihnen überwältigt zu werden, können wir zuerst in unseren Körper hineinfühlen. Wir können uns fragen, wie sich das Gefühl physisch anfühlt – ist es heiß oder kalt, wo im Körper spüren wir es, gibt es ein Drücken, Einengen, Stechen oder Kribbeln?

    Durch diese Achtsamkeitspraxis können wir die Pause zwischen einem Reiz und unserer Reaktion verlängern und bewusstere Entscheidungen im Umgang mit unseren Emotionen treffen.

    Insgesamt zeigt sich, dass das Thema Emotionen komplex ist und verschiedene Facetten umfasst. Das Verständnis und der bewusste Umgang mit unseren Gefühlen können jedoch dazu beitragen, ein erfülltes und gesundes Leben zu führen. Es ist auch wichtig zu beachten, dass jede Person einzigartig ist, und was für eine Person funktioniert, mag für eine andere nicht geeignet sein. Bei schwerwiegenden emotionalen Problemen ist es ratsam, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

    Warum und wann sollte ich vergeben? Deine Reise zur inneren Freiheit?

    Warum und wann sollte ich vergeben? Deine Reise zur inneren Freiheit?

    Das Thema Vergebung ist eines, das uns alle in unserem Leben irgendwann betrifft.

    Wir werden alle mit Situationen konfrontiert, in denen wir uns fragen, ob wir vergeben sollten oder nicht. Die Entscheidung, zu vergeben oder nicht zu vergeben, ist komplex und von vielen Faktoren abhängig. 

     

    Warum kann es für Dich gut sein zu verzeihen:

     

    1. Heilung und innere Ruhe: Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Vergebung oft der Schlüssel zur inneren Heilung und zur Befreiung von negativen Emotionen wie Wut, Groll und Hass sein kann. Wenn wir vergeben, befreien wir uns selbst von der Last der Vergangenheit und finden inneren Frieden.

    2. Menschliche Fehlbarkeit: Niemand ist perfekt, und wir alle machen Fehler. Das Erkennen dieser Tatsache und die Bereitschaft, anderen Fehler zuzugestehen, kann zu mehr Mitgefühl und Verständnis führen. Vergebung kann ein Zeichen von Menschlichkeit sein.

    3. Beziehungserhaltung: In unseren zwischenmenschlichen Beziehungen können Konflikte auftreten. Vergebung kann den Weg zur Versöhnung und zur Verbesserung der Kommunikation ebnen. Es kann helfen, Beziehungen zu erhalten oder wiederherzustellen.

    4. Längerfristige Gesundheit: Die Forschung hat gezeigt, dass das Festhalten an negativen Gefühlen wie Wut und Groll langfristig schädlich für unsere physische und psychische Gesundheit sein kann. Vergebung kann einen Beitrag zu unserem Wohlbefinden leisten.

    5. Persönlichkeitsentwicklung: Die Bereitschaft zur Vergebung erfordert oft Mut und Empathie. Es kann ein Akt des persönlichen Wachstums und der Reife sein, der unsere emotionale Intelligenz und Stärke stärkt.

    6. Kontextabhängigkeit: Die Entscheidung zur Vergebung hängt stark von den spezifischen Umständen ab. Manchmal ist Vergebung angebracht, während sie in anderen Fällen nicht ratsam ist. Den Kontext und deine individuellen Bedürfnisse zu berücksichtigen, ist entscheidend. 

    Hier sind einige Gründe, warum manche Menschen der Meinung sind, dass wir nicht alles verzeihen sollten:

    1. Gerechtigkeit: Ein Argument lautet, dass Vergebung nicht immer gerecht ist. In einigen Fällen können Taten so schwerwiegend sein, dass sie eine angemessene Strafe erfordern, anstatt einfach vergeben zu werden. Dies betrifft insbesondere schwerwiegende Verbrechen. 

    2. Selbstschutz: Manche Menschen argumentieren, dass es wichtig ist, sich selbst zu schützen, indem sie sich von Menschen oder Situationen fernhalten, die ihnen schaden könnten. In solchen Fällen kann Vergebung als gefährlich angesehen werden, da sie die Tür für wiederholte Verletzungen öffnen könnte.

    3. Verantwortlichkeit: Vergebung ohne Reue oder Verantwortlichkeit seitens des Täters kann dazu führen, dass schädliches Verhalten nicht korrigiert wird. In einigen Fällen ist es wichtig, dass Täter Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und Konsequenzen tragen.

    4. Individuelle Unterschiede: Jeder Mensch ist unterschiedlich, und es gibt keine Einheitslösung für die Frage der Vergebung. Einige Menschen finden Trost und Heilung in der Vergebung, während andere es vorziehen, Distanz zu wahren und keinen Kontakt zu Tätern zu haben.

    5. Kulturelle und religiöse Überzeugungen: Kulturelle und religiöse Hintergründe können die Ansichten zur Vergebung stark beeinflussen. In einigen Kulturen und Religionen wird Vergebung als tugendhaft angesehen und gefördert, während in anderen die Idee der Vergeltung oder des gerechten Ausgleichs dominanter sein kann. 

      In unserem Leben werden wir wahrscheinlich vor Entscheidungen zur Vergebung gestellt werden, und es gibt keine klare Anleitung oder Antwort.

      Deine persönlichen Werte, Erfahrungen und Überzeugungen werden eine Rolle spielen.

      Eine offene Selbstreflexion und gegebenenfalls professionelle Unterstützung, wie Therapie oder Beratung, können dir bei der Entscheidungsfindung helfen.

      Die Fähigkeit zu vergeben ist ein Geschenk an dich selbst. Sie ermöglicht dir, negative Emotionen loszulassen und inneren Frieden zu finden.

      Denke daran, dass es in Ordnung ist, zu vergeben, wenn du dich dazu bereit fühlst, und es ist auch in Ordnung, es nicht zu tun, wenn du nicht dazu bereit bist.

      Deine Reise zur inneren Freiheit beginnt bei dir, und du hast die Kontrolle darüber, wie du damit umgehst.

      In der Hoffnung, dass dieser Artikel dir einige Denkanstöße bietet, sende ich dir liebe Grüße auf deiner Reise zur inneren Freiheit.

       

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      Die dunkle Seite der Empathie

      Die dunkle Seite der Empathie

      Die dunkle Seite der Empathie

       

      Empathie gilt oft als eine der nobelsten Eigenschaften des Menschen. Sie ermöglicht uns, uns in die Gefühle und Bedürfnisse anderer hineinzuversetzen, Mitgefühl zu empfinden und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen zu stärken.

      Doch wie bei vielen Dingen im Leben hat auch Empathie eine „dunkle Seite“, die oft übersehen wird.

       

      Hier einige Beispiele für die dunkle Seite der Empathie:

       

      1. Empathie-Erschöpfung:

      Ja, Empathie kann ermüdend sein. Menschen, die stark empathisch sind, neigen dazu, die Emotionen anderer stark aufzunehmen. In Berufen, in denen sie regelmäßig mit traumatischen Geschichten und emotionalem Leid konfrontiert sind, kann dies zu Empathie-Erschöpfung führen, einer Art emotionaler Erschöpfung. Diejenigen, die sich um andere kümmern, sollten sich ihrer eigenen Selbstfürsorge bewusst sein.

      2. Manipulation:

      Es ist bedauerlich, aber wahr: Einige nutzen ihre empathischen Fähigkeiten aus, um andere zu manipulieren. Sie erkennen die Schwächen und Bedürfnisse anderer und setzen diese Erkenntnisse ein, um persönliche Vorteile zu erlangen. Dies erinnert uns daran, dass nicht jeder, der empathisch erscheint, auch wirklich wohlwollend ist.

      3. Parteilichkeit: Empathie kann zu übermäßiger Parteilichkeit führen. Wir könnten dazu neigen, die Emotionen und Bedürfnisse von Menschen, die uns emotional näher stehen, stärker zu gewichten. Dies kann zu ungerechter Behandlung oder Entscheidungsfindung führen, bei der diejenigen, die weniger emotional nahe stehen, benachteiligt werden.

      4. Negative Emotionen:

      Eine zu starke Empathie kann dazu führen, dass wir die negativen Emotionen anderer zu stark aufnehmen und sie auf uns selbst übertragen. Dies kann zu Angst, Depression oder anderen psychischen Gesundheitsproblemen führen. Es ist wichtig, Grenzen zu setzen und die eigene emotionale Gesundheit zu schützen.

      5. Emotionaler Burnout:

      Empathie kann dazu führen, dass Menschen sich zu stark in die emotionalen Herausforderungen anderer Menschen hineinversetzen. Dies kann zu emotionalem Burnout führen, bei dem die eigenen Emotionen und Belastungen vernachlässigt werden.

      Burnout

      6. Konflikte und Stress:

      Empathische Menschen neigen dazu, sich stark in zwischenmenschliche Konflikte einzubringen, um zu helfen oder zu vermitteln. Dies kann zu einem erhöhten Stressniveau führen, da Konflikte oft emotional belastend sind.

      7. Fehlende Abgrenzung:

      Ein Mangel an Abgrenzung kann ein Problem sein, wenn empathische Menschen Schwierigkeiten haben, „Nein“ zu sagen oder ihre eigenen Grenzen zu setzen. Sie könnten sich überfordern, um anderen zu helfen, was zu eigenen negativen Konsequenzen führen kann.

      8. Empathie vs. Sympathie:

      Es ist wichtig zu beachten, dass Empathie und Sympathie unterschiedliche Dinge sind. Während Empathie bedeutet, sich in die Gefühle anderer hineinzuversetzen, bedeutet Sympathie, Mitgefühl und Mitgefühl für sie zu empfinden. Empathie kann dazu führen, dass man sich zu sehr mit den negativen Emotionen anderer identifiziert, während Sympathie eher dazu neigt, Mitgefühl zu empfinden, ohne sich selbst zu sehr in die Emotionen zu vertiefen.

      9. Selektive Empathie:

      Manchmal neigen Menschen dazu, ihre Empathie selektiv einzusetzen und sie nur für bestimmte Gruppen oder Personen zu empfinden. Dies kann zu Vorurteilen und Diskriminierung führen, wenn Empathie nicht für alle Menschen gleichermaßen ausgeübt wird.

      10. Emotionale Überforderung:

      Empathische Menschen könnten dazu neigen, die emotionalen Belastungen anderer Menschen aufzunehmen, selbst wenn dies nicht angebracht ist. Dies kann dazu führen, dass sie sich übermäßig besorgt oder verantwortlich fühlen, selbst wenn sie keinen Einfluss auf die Situation haben.

       

      Die dunkle Seite der Empathie ist ein komplexes Thema, das verdeutlicht, dass Empathie nicht immer nur positiv ist. Es erfordert Achtsamkeit und Selbstreflexion, um Empathie auf eine Weise auszuleben, die sowohl anderen als auch einem selbst zugutekommt. Insgesamt ist Empathie jedoch eine wichtige Fähigkeit, die unser zwischenmenschliches Verständnis und unser Zusammenleben verbessern kann, wenn sie in einem ausgewogenen und gesunden Rahmen angewendet wird.

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      Beate Popp

      Heilpraktikerin & Psychologische Lebensberatung

      Ego-state-Therapie / Einblicke in Deine innere Vielfalt

      Ego-state-Therapie / Einblicke in Deine innere Vielfalt

      Ego-state-Therapie

      Die menschliche Psyche ist facettenreich und komplex, geprägt von verschiedenen Denkmustern, Emotionen und Verhaltensweisen. In der Psychotherapie wird oft die Ego-State-Therapie verwendet, um diese innere Vielfalt besser zu verstehen und zu integrieren.

      In diesem Blogbeitrag werden wir uns eingehend mit Ego-States befassen, ihre Definitionen, ihre Rolle im Kontext von Bindungstrauma, das Steuer-Ich und wie sie in der Therapie eingesetzt werden.

      Was sind Ego-States?

      Ego-States sind unterschiedliche psychologische Seiten/Anteile innerhalb einer Person, die verschiedene Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen repräsentieren.

      Sie können aus verschiedenen Lebenserfahrungen und -erinnerungen entstehen.

      Die Ego-State-Therapie geht davon aus, dass die Persönlichkeit aus einer Vielzahl solcher Seiten/ Anteile besteht, die in verschiedenen Situationen aktiviert werden können.

      Beispiele für Ego-States und ihre Eigenschaften:

      Das Steuer-Ich:

      Das Steuer-Ich, auch als Erwachsenen-Ich bezeichnet, ist die zentrale Instanz, die die verschiedenen Ego-States koordiniert und lenkt.

      Du kannst es Dir vorstellen, wie ein Dirigent, der sein Orchester dirigiert oder ein Kapitän auf einem Schiff, der seine Matrosen anleitet.

      Jeder dieser Seiten/Anteile hat wichtige Kompetenzen und Ressourcen, doch  diese Seiten/Anteile brauchen ein Steuer-Ich.

      Es ist rational, reflektierend und fähig, bewusste Entscheidungen zu treffen. Das Steuer-Ich ermöglicht die Kommunikation zwischen den Ego-States und fördert die Integration. 

      Beipiele für andere Ego-state/Seiten/Anteile:

      1. Kindheits-Ich: Dieser Zustand bezieht sich auf Gefühle, Gedanken und Verhaltensweisen aus der Kindheit. Er kann sich in Verspieltheit, Neugierde oder Ängstlichkeit zeigen. Zum Beispiel könnte jemand, der als Kind oft allein war, ein Kindheits-Ich entwickeln, das Unsicherheit oder das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit ausdrückt.
      2. Der innere Kritiker und der Perfektionist im Kontext von Bindungstrauma: Der innere Kritiker und der Perfektionist sind spezifische Ego-States, die in vielen Situationen auftreten können. Im Zusammenhang mit Bindungstrauma verstärken sie oft negative Selbstbilder und setzen hohe Standards, um sich vor erneuten Verletzungen zu schützen.
      3. Eltern-Ich: Das Eltern-Ich repräsentiert die internalisierten Stimmen der Eltern oder Autoritätspersonen. Es kann sorgend, fördernd, aber auch kritisch oder bestrafend sein. Wenn jemand in einer Umgebung aufgewachsen ist, in der Lob schwer zu bekommen war, könnte das Eltern-Ich ständig selbstkritische Gedanken erzeugen.
      4. Erwachsenen-Ich: Dieser Zustand ist rational und reflektierend, der auf aktuelle Ereignisse reagiert und lösungsorientiert handelt. Ein Beispiel könnte sein, wenn jemand in einer stressigen Arbeitssituation sachlich analysiert, wie er am besten mit der Situation umgehen kann.
      5. Kritiker-Ich: Der innere Kritiker zeigt sich durch selbstkritische Gedanken und kann zu Schamgefühlen führen. Wenn jemand in der Vergangenheit oft abgewertet wurde, könnte der innere Kritiker diese negativen Botschaften wiederholen.
      6. Beschützer-Ich: Der Beschützer-Ich-Zustand versucht, emotionale Verletzungen zu vermeiden, indem er Distanz schafft oder Kontrolle ausübt. Ein Beispiel könnte sein, wenn jemand aufgrund früherer Enttäuschungen Schwierigkeiten hat, anderen zu vertrauen und emotionalen Schutz sucht.
      7. Kreatives-Ich: Dieser Zustand fördert Kreativität, Fantasie und Freude am Ausdruck. Wenn jemand kreativ ist, könnte dieser Ego-State es ihm ermöglichen, Stress durch künstlerischen Ausdruck zu bewältigen.
      8. Verletztes-Ich: Das verletzte Ich zeigt starke Emotionen wie Trauer, Wut oder Angst aufgrund vergangener Erfahrungen. Zum Beispiel könnte jemand, der in der Vergangenheit traurige Verluste erlitten hat, ein verletztes Ich entwickeln, das starke Trauergefühle hervorruft.
      Entstehung von traumabedingten Ego-States:

      Traumatische Erfahrungen, insbesondere im Zusammenhang mit Bindung, können die Bildung von spezifisch traumabedingten Ego-States beeinflussen.

      Diese Seiten/Anteile können durch wiederholte traumatische Ereignisse, Vernachlässigung oder Misshandlung entstehen.

      Ein traumatisches Ereignis kann ein Kindheits-Ich prägen, das von Angst und Unsicherheit geprägt ist, während ein überkritischer Eltern-Ich durch Missbrauch oder übermäßige Kritik entstehen kann.

      Diese traumabedingten Ego-States tragen oft dazu bei, ungesunde Bewältigungsstrategien zu entwickeln, um mit den traumatischen Erfahrungen umzugehen.

      Aber alle traumabedingten Ego-States sind in Zeiten höchster Not entstanden um den Menschen zu helfen, zu überleben.

      Die Rolle der Ego-State-Therapie:

      Die Ego-State-Therapie basiert darauf, diese unterschiedlichen Seiten/Anteile bewusst zu erkennen und zu integrieren.

      Sie fördert die Kommunikation zwischen den Ego-States, um Konflikte zu lösen und innere Harmonie zu erreichen. Dies kann insbesondere im Kontext von Bindungstrauma helfen, indem es hilft, ungesunde Muster zu erkennen und gesündere Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

      Fazit: Die Ego-States bieten einen faszinierenden Einblick in die Vielfalt der menschlichen Psyche. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung von Bindungstrauma und beeinflussen unsere Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen.

      Die Ego-State-Therapie ist ein wertvolles Instrument, um diese inneren Zustände zu verstehen und zu integrieren, um ein gesünderes, ganzheitliches Selbst zu entwickeln. 

      Die Ego-State-Therapie in der Praxis:

      Ein Beispiel

      Einleitung: Die Ego-State-Therapie ist ein mächtiges Werkzeug, um die innere Vielfalt einer Person zu erkunden und ungelöste Probleme anzugehen. In diesem Beispiel möchte ich Dir zeigen, wie die Therapie einer Frau  geholfen hat, ihr inneren Konflikte zu bewältigen und zu heilen.

      Der Fall von Sarah:

      Sarah, Anfang 30, sucht therapeutische Hilfe aufgrund von anhaltenden Gefühlen von Selbstzweifeln und Ängsten in Bezug auf ihre Beziehungen.

      Sie berichtete, dass sie oft das Gefühl hatte, dass ein innerer Kritiker sie ständig abwertete und ihr sagte, dass sie nicht gut genug sei. Dies führte dazu, dass sie sich in romantischen Beziehungen zurückzog und Schwierigkeiten hatte, sich selbst zu akzeptieren.

      Es ist von grundlegender Bedeutung, zunächst das individuelle Steuer-Ich zu identifizieren und heraus zu arbeiten.

      Dies bezieht sich auf die Ressourcen und Kompetenzen, die der Klient im Verlauf seines Lebens erworben hat, um ein tiefes Empfinden von Stabilität, Sicherheit und Selbstbestimmung zu vermitteln und zu erleben.

      Ich begann damit, ihre verschiedenen Ego-States zu erkunden.

      Zuerst zeigte sich der innere Kritiker und wir begannen diesen konkret zu identifizieren.

      Er war der Anteil, der bei selbstkritischen Gedanken aktiviert wurde.

      Wir begannen herauszuarbeiten, wie lange er schon bei Sarah ist, wie alt er sich zeigt, wie er sich fühlt, vor allem aber, durch und in welchen Situation er entstanden ist. 

      Ich ermutigte Sarah, diese Gedanken zu formulieren und im Abstand zu betrachten.

      Sarah stellte sich den inneren Kritiker als eine kritische Lehrerin namens „Miss Streng“ vor. Miss Streng hatte hohe Erwartungen an Sarah und war oft unbarmherzig.

      Nun begann Sarah mit Miss Streng in einen Dialog zu treten. Dies ermöglichte Sarah, ihre selbstkritischen Gedanken besser zu verstehen und zu bewältigen.

      Jetzt verstand sie, was die gute Absicht von „Miss Streng“ war. Sie tauchte immer dann auf, wenn die Zugehörigkeit zur Familie (als Kind) in Frage gestellt war. Sie „half“ Sarah sich anzupassen, zu funktionieren, ihre eigenen Bedürfnisse herunter zu schlucken, um ja in der Familie bleiben zu können. Denn dies ist für ein Kind überlebenswichtig.

      Wäre sie stattdessen renitent gewesen, hatte aufbegehrt, hätte sich gewehrt,  (so war die Sicht dieses Anteils) wäre sie vielleicht in ein Heim gekommen und letztendlich am Leben gescheitert.

      Lieber kritisiere ich Sarah und schau dass sie brav funktioniert, als dass sie ihr Überleben gefährdet. 

      In der nächsten Stunde endeckten wir den Verletzten-Ich- Anteil:

      Während der Therapie stellte sich heraus, dass Sarah ein tief verwurzeltes Verletztes-Ich hatte, das aus ihrer Kindheit stammte.

      Dieses letzte Mal hatte ich starke Gefühle der Vernachlässigung und Ablehnung erlebt, was zu starken Emotionen wie Traurigkeit und Wut führte. Dieses Kindheits-Ich beeinflusste ihre gegenwärtigen Beziehungen und ihre Fähigkeit, sich selbst zu lieben.

      Sarah lernte, achtsamer mit ihren Gefühlen umzugehen und diese zu akzeptieren. Sie begann, Selbstmitgefühl zu entwickeln und erkannte, dass die Gefühle des letzten Ichs Teil ihrer Geschichte waren, aber nicht ihre Gegenwart oder Zukunft bestimmt.

      Integration und Heilung: Im Verlauf der Therapie begann Sarah, die Kommunikation zwischen ihren Ego-States zu fördern. Das  Steuer-Ich hilft dabei, Konflikte zu lösen und Ressourcen aus verschiedenen Zuständen zu nutzen. Sie entwickelte Strategien, um mit ihrem inneren Kritiker und dem verletzten Anteil umzugehen und begann, gesunde Beziehungen aufzubauen.

      Mit der Zeit erlebte Sarah eine tiefgreifende Veränderung. Sie fühlten sich selbstbewusster, hatten eine positivere Selbstwahrnehmung und konnten Beziehungen auf eine gesündere Weise gestalten.

      Die Ego-State-Therapie halb ihr, innere Konflikte zu bewältigen und ihre innere Vielfalt in Einklang zu bringen.

      Fazit: Dieses Beispiel zeigt, wie die Ego-State-Therapie einem Individuum dabei helfen kann, innere Konflikte zu verstehen und zu heilen. Durch die Arbeit mit den verschiedenen Ego-States und der Integration von Ressourcen können positive Veränderungen im Selbstbild und in den Beziehungen erreicht werden. Es betont auch die Bedeutung der Selbstakzeptanz und des Selbstmitgefühls auf dem Weg zur Heilung.

       

      Grenzen setzen lernen

      Grenzen setzen lernen

      Die eigenen Grenzen – Grenzen setzen lernen

      Trauma ist immer eine Grenzverletzung!

      Ein anderer Mensch ist in meinen persönlichen Raum eingedrungen und hat mich verletzt. Deine Grenzen wurden nicht wahrgenommen. Schon als Kind hattest Du kein Recht nein zu sagen! Wieder Grenzen setzen zu können, setzt aber voraus sie zu spüren.  Grenzen setzen,  kann man lernen!

      Warum sind Grenzen für Dich wichtig?

      Du brauchst die Wahrnehmung Deiner Grenzen, damit Du spüren kannst, wann kommt Dir jemand zu nahe, übermachtet Dich, will Dich einverleiben.

      Wo bist Du, wo ist der andere? Dafür ist die Wahrnehmung Deines Körpers und Deiner Körpergrenzen außerordentlich wichtig.

      Kennst Du das Gefühl Du löst Dich im anderen auf, jeder Raum wir Dir zu eng, Du kannst Dich nicht abgrenzen?

      Selbstbewusste Menschen brauchen seltsamerweise weniger Raum! Sie spüren: Ich muss mein Bedürfnis nach Sicherheit nicht so schnell aufgeben, weil ich weiß, ich kann mich wehren, und abgrenzen! Ich kann nein sagen.

      Dein Körper ist das Haus, der Garten mit Gartenzaun ist die persönliche Schutzzone

      Wenn jemand eintritt, reagiert ein gesunder Mensch sofort! Dir wird vielleicht körperlich unwohl, aber Du kannst es nicht einordnen. 

      Du darfst Deinen Körper wieder in Besitz nehmen, Du bestimmst, wann Du die Türen oder Fenster öffnest und wann und bei wem Du sie schließen willst.

      Dissoziation: 

      Wenn Du dissoziiert ziehst Du aus Deinem Haus aus, Du bist nicht mehr in  Deinem Körper, bin nicht mehr Herr in Deinem Haus und über Deinem persönlichen Raum, Du verlässt das Haus.

      Ein Trauma hat uns aus dem Körper gekickt, wir können erst wieder vollkommen einziehen, uns sicher fühlen, Geborgenheit erfahren in uns, wenn wir es schaffen alle Türen und Fenster zu schließen.
      Trotzdem werden wir immer wieder im Körper sein, da wir ja auf dieser Welt sind und den Körper brauchen. Aber wir haben  bewusst oder unbewusst das Gefühl die
      Fenster und Türen sind offen.

      Solange bis wir wieder gelernt haben, diese zu schließen und uns abzugrenzen! Bis wir wieder sozusagen “ unser eigenes Haus wieder vollkommen in Besitz nehmen“!

      Das Stammhirn will fühlen, dass Du schlagen kannst, dass Du Dich wehren kannst, dass Du Kraft hast, es will erfahren, dass Du Nein sagst (braucht ca. 300 mal die Bestätigung)!

      Grenzen – Distanzen

      Seelische Grenzen

      Intime Distanz
      in diesen Raum dürfen nur sehr enge und intime Kontakte Partner, Beziehungspartner dürfen relativ nahe kommen, aber nicht immer!

      Persönliche Distanz
      Sprechzone mit guten Freunden, aber auch mit fremden Menschen, weil es nicht anders geht oder weil einfach die Umstände so sind (Musik zu laut, in Aufzügen) man stellt sich dann oft nebeneinander, weil das
      seitliche Stehen nicht so bedrohlich ist!

      Öffentliche Distanz

      Jemand nimmt auf die Entfernung Kontakt auf, fragt nach z.B nach dem Bahnhof.
      Durch diese Kontaktaufnahme kann er näher kommen.

      lebensmitte-endlich-stark.de