Selbstregulation – der Schlüssel für ein erfülltes Leben

Selbstregulation – der Schlüssel für ein erfülltes Leben

Selbstregulation – der Schlüssel für ein erfülltes Leben

Was ist Selbstregulation?

Selbstregulation ist die Fähigkeit  seine Aufmerksamkeit, Impulse, Emotionen und Handlungen selbst zu steuern.

Es bedeutet die Fähigkeit zu besitzen sich auszubalancieren wenn positive oder negative Gefühle auftreten. Es ist wichtig die Balance zu finden zwischen Anforderungen, die von Außen kommen und den eigenen Bedürfnissen.

Wünsche, welche die Außenwelt von uns erfüllt haben will und den eigenen Wünschen in Einklang zu bringen.

Das heißt aber nicht, dass Deine eigenen Wünsche oder Bedürfnisse ignoriert werden, sondern sie werden in Balance gebraucht mit Bedürfnissen und Wünschen von Anderen.
Du sorgst für Dich aber auch für den Anderen, das führt zu einem selbstbestimmten Handeln und Frieden.

Es bedeutet aber auch, eigene Bedürfnisse sozusagen zu parken, da sie in der aktuellen Situation nicht einem höherem Ziel dienen.

Kennst Du das?

Das Bedürfnis nach Schokolade ist unendlich groß, es wäre besser es aufzuschieben oder zu lassen. Denn sofort, nach Lust und Laune eine Tafel Schokolade  zu essen,  würde dem höheren Ziel entgegenwirken, Gewicht zu verlieren oder es schadet Deiner Gesundheit, z.B. weil Du Diabetes hast.

Wie entsteht Selbstregulation?

Selbstregulation entsteht in den ersten 3 Lebensjahren. Eine Zeit, an die wir uns nicht mehr erinnern können.

Trotzdem prägt uns diese Zeit enorm, sie prägt unsere Sicht auf die Welt, sie zeigt uns wie Beziehungen funktionieren und in dieser Zeit werden auch schon wichtige Glaubenssätze in uns gebildet.

Als Baby sind in uns die Nervenbahnen und auch das Gehirn noch nicht voll ausgereift.

Wir brauchen eine Bezugsperson, die uns beruhigt. (Co-Regulation).  Aber auch motiviert, Anreize schenkt und liebevoll darauf achtet wenn wir überfordert sind und uns sofort wieder regulierend beruhigt.

Das ist eine Zeit, in der es uns nicht möglich ist uns selbst zu beruhigen bei Stress oder Angst. Als Baby bis zu ca. 3 Jahren brauchen wir diese sichere Bezugsperson (meistens Mutter), die mit uns auch spielt, lacht, tobt und uns sicher an die Welt heranführt. Wir sind komplett angewiesen auf diese Bezugspersonen.

Hier ein Link zu einem Video, in dem Du wunderbar sehen kann wie wichtig eine spiegelnde Bezugsperson ist, die auf das Kind eingeht:

Still Face Experiment

Die sichere Bindung ist das wichtigste für die Entwicklung des Babys. Der Blickkontakt und die liebevolle Zuwendung sind existentiell.

Wenn diese Bezugsperson dazu nicht fähig war, auf uns einzugehen, uns zu beruhigen oder auch mal bisschen zu aktivieren, damit die Nerven weiterwachsen und neue Verknüpfungen gebildet werden, bleibt das Nervensystem nur in einem begrenzten Rahmen (in einer kleiner Amplitude) schwingungsfähig.

Wir kommen dann sehr schnell an die Belastungsgrenzen von Anspannung (Anforderungen) oder können uns nicht gut entspannen.

Hier spricht man vom Window of Tolerance (WOT)

 

Window of Tolerance

Ein gesundes Nervensystem ist flexibel. Es kann schwingen zwischen Anspannung und Entspannung und kann sich jederzeit den Gegebenheiten anpassen.

Das autonomes Nervensystem:

Das Sympathikus ist zuständig für Freude, Neugierde, Wachheit, Aktivität, Erregung.

Der Parasympathikus dient der Regeneration, der Ruhe, Schlaf, Sicherheit, Geborgenheit, Verbundenheit und der Entspannung.

Traumatisierung und Nervensystem

Window of Tolerance - Selbstregulation

Je größer das Windows of Tolerance ist, umso mehr sind wir fähig auch bei höherer Anspannung oder Stress, in einer gesunden Reaktion zu bleiben und uns zu regulieren.

Aber auch für unser Glücksempfinden brauchen wir ein weites WOT. Wie weit hat das Kind auch gelernt den sympathische Grenze zu erweitern. Wurde ausgelassen gespielt, getobbt und gelacht?

Wir sprengen nicht den Rahmen, indem wir über die Grenzen hinausschießen. Entweder in den absoluten Sympathikusbereich:

– Übererregung und extreme Anspannung, auch im Körper und in den Muskeln

– Bluthochdruck – Asthma – verspanntes Kiefer

– Die sozialen Interaktionen werden schwierig, man kann nicht mehr wahrnehmen, was der Andere braucht.

– Schamgefühle (ich bin nicht gut genug), Schuldgefühle (bin an allem selber schuld)

oder in den Parasympatischen Bereich:

– die absolute Erstarrung, in der wir nur noch müde, ausgelaugt, erschöpf sind und im Leben keinen Sinn mehr sehen. 

– Totstellreflex

Was passiert, wenn wir uns nicht selbst regulieren können?

Wenn wir das nicht können haben wir z.B. u.a.  große Schwierigkeiten unsere Wut zu regulieren, wir lassen uns schnell ablenken, da es schwer fällt einen Fokus zu halten, wir können uns nicht konzentrieren.

Auch Grenzen setzten können ist eine Frage der Selbstregulation, gerade hier ist es so wichtig uns zu spüren, unseren Körper zu spüren.

Eine Folge von mangelnder Selbstregulation ist auch, dass es schwer fällt Abstand zu den eigenen Gefühlen zu bekommen. Wir werden ungeheuer schnell überflutet.

Gerade traumatisierte Menschen schauen oft durch die Brille der schlimmen, erlebten Vergangenheit auf Situationen. Dann werden Erlebnisse, Begegnungen, Worte von Anderen, Taten von Anderen sofort so interpretiert, als würde sich ein Filter/eine trübe Brille auf unsere Wahrnehmung setzen. Das führt zwangsläufig zu Fehlinterpretationen, was zu Stress und Frustration auf beiden Seiten führt.

Symptome einer mangelnden Selbstregulation:

• Unterdrücken von Emotion

• Wir spüren uns nicht mehr

• Übermässiges Rauchen, Trinken, Drogen, Essen obwohl wir es besser wissen, wir kommen aber nicht dagegen an

• Wutanfälle

• Schlafstörungen

• Panikattacken

• Angststörungen

• Essstörungen

• Depressionen

Es ist in diesem Zusammenhang auch wichtig zu verstehen, das Gefühle interpretierte Körperempfindungen sind.

Zuerst reagiert der Körper auf Reize von Außen und aus unseren Erfahrungen der Vergangenheit werden sie dann benannt.

Du kennst bestimmt Situationen in denen Du Angst hattest, mit Herzrasen, Bauchgrummeln, beschleunigter Atem und zitternden Händen.

Kannst Du Dich aber auch noch an die Situation erinnern, also Du zum ersten Mal ein Date hattest mit jemanden in den Du heiß und innig verliebt warst? Ich denke die Körperempfindungen waren ganz ähnlich.

Das heißt, unsere Interpretationen erzeugen unsere Stimmung. Interpretieren wir etwas positiv hebt sich unsere Gefühlslage. Und hier liegt das Problem: Aufgrund eines äußeren Reizes reagiert unser Körper mit Empfindungen, diese werden aus der Vergangenheit interpretiert und „ver- beurteilt“. Es ist aber nicht stimmig und nicht angemessen der realen Situation.

Es ist so wichtig die eigenen Körperempfindungen wahrzunehmen, zu lernen und zu spüren, was bedeuten sie wirklich. Außerdem ist es wichtig unsere bisherigen Interpretationen zu hinterfragen.

12 Fragen um zu überprüfen, ob Du Dich selbst regulieren kannst:

1.  Wie geht es Dir wenn Dich jemand kritisiert? Fällt alles in Dir zusammen, versinkst Du in einem tiefen Loch?

2. Kannst Du ruhig und gelassen Deine Meinung sagen oder überrollt Dich die Wut?

3.Kannst Du gut einschlafen oder liegst Du lange wach, denkst und grübelst über alles mögliche, kannst nicht abschalten?

4. Kannst Du ganz selbstverständlich Grenzen setzen, wenn jemand diese übertritt?

5. Kannst Du Nein sagen?

6. Kannst Du Dich konzentrieren?

7. Kannst du den Focus auf ein Ziel halten und dieses verwirklichen?

8. Kannst Du Wünsche verschieben, weil etwas anderes wichtiger ist?

9. Kannst Du präsent zuhören, oder schweifen Deine Gedanken schnell ab?

10. Kannst Du spontane Impulse kontrollieren oder lässt Du immer Deinen Gefühlen und Bedürfnissen freien Lauf?

11. Kannst Du Dich nach Stress, Schwierigkeiten, Verlusten, Niederlagen wieder relativ schnell beruhigen und kommst wieder in Deine Mitte? 

12. Kannst Du eine Pause zwischen Reiz und Reaktion machen?

 

All diese Situationen sind verbunden mit einem höheren Energielevel in Deinem Körper. Du kommst evtl. sogar in einen Stresszustand oder eine Übererregung.

Selbstregulation ist absolut wichtig für gute Beziehungen, soziale Interaktionen und für erfolgreiches Handeln, Ziele zu verfolgen und umzusetzen.

Es ist wichtig zu lernen eine Balance zu finden um Über- und Untererregungszustände weitgehend zu vermeiden.

Übungen zur Selbstregulation:

 

Hilfreiche Übungen aus der Körperorientierten Traumatherapie sind enorm hilfreich.

Für den Sympathikus: Ressourcenarbeit, Dankbarkeitsübungen. Aktivitäten die Dir Freude bringen und Deine Kreativität fördern, Tanzen, Reiten usw. 

Für den Parasympathikus: Meditationen, Spaziergänge, Achtsamkeitsübungen, Waldatmen, Yoga usw.

Z.B. Atemübungen: Einatmen- kurze Pause- Bewusstes langes Ausatmen 5-7 mal wiederholen

Hier ein Video von mir zur Regulation von Angst, Wut und Panikattacken:

Übungen zur Selbstregulation

Gefühle, der Maßstabe aller Dinge, sind sie immer wahr?

Gefühle, der Maßstabe aller Dinge, sind sie immer wahr?

Sind die Gefühle der Maßstab aller Dinge?

Du musst Deine Gefühle wahrnehmen Du musst sie spüren! Gefühle sind viel wichtiger als unser Verstand. Glaubst Du das auch?

Nur wenn Du authentisch Deine Gefühle wahrnimmst, ausdrückst ohne Einschränkung bist Du wahrhaftig. Runter schlucken, unterdrücken geht nicht…?

Stimmt das?

Gefühle sind das Non plus Ultra geworden.

Steht Dir jemand gegenüber der seine Gefühle nicht zeigen kann, entsteht in dir der Wunsch, diesen Menschen muss man knacken? Den Panzer aufbrechen? 

Doch gerade das Gegenteil ist der Fall, die meisten Menschen haben ein riesengroßes Problem mit Grenzen setzen können. Es geht nicht darum, dass sie einen Panzer aufgebaut haben, sondern darum, dass sie sich in Ihren Gefühlen verloren haben, dadurch ein scheinbares Bild im Außen von sich aufbauen von Stärke und Scheinidentität.

Denn gerade das völlige überschwemmt werden von Gefühle kann zu enormen Problemen führen.

Also alles mit dem Verstand regulieren? Nein, auch das ist keine Lösung. 

Was also tun?

Aber schauen wir und doch zuerst an wie Gefühle entstehen.

Gefühle folgen auf eine innere Reaktion des Körpers. Gefühle sind sozusagen interpretierte Körperempfindung,

Unsere Bewertung ist gelernt und kann deshalb verändert werden.

Dich berührt etwas in Sekundenschnelle, ob positiv oder negativ, dein Gehirn stellt Verknüpfungen her und das wie Du es empfindest, wird in Gefühlen ausgedrückt.

Also sind Gefühle Folgen von einer vorangehenden Körperwahrnehmung, einer Körperreaktion.

Schon Babys haben Körperempfindungen. Durch die Eltern lernen wir wie diese Empfindung benannt wird. Hunger, Angst, Wut, Trauer usw.

Es ist aber so, dass die Namen für diese Körperempfindungen aus zweiter Hand sind, sozusagen von einer anderen Person, der Mutter z,B, benannt wurde.

Du kennst bestimmt das Gefühl von Angst, würdest es auch so benennen, weil Du es so gelernt hast, aber vielleicht ist es eher eine Wut.

Schmetterlinge im Bauch kannst Du fühlen, wenn Du verliebt bist, aber auch wenn Du nachts durch die Straßen irrst, Dich verlaufen hast, das grummeln im Bauch ist dann eher Angst.

Wenn Eltern ein Problem mit Trauer haben, dieses Gefühl unterdrücken, werden Körperempfindungen/Reaktionen beim Kind vielleicht mit Unachtsamkeit, Angst oder Ablehnung interpretiert.

Es gibt auch hier Unterschiede im Geschlecht. Frauen dürfen weniger Wut zeigen, reagieren dann eher mit Trauer, Männer können dagegen oft keine Trauer zeigen und spüren diese nicht.

Gefühle sind selten in der Gegenwart

Da die Interpretationen sehr früh gelernt wurden und mit bestimmten Erfahrungen verknüpft sind, regieren wir in der Gegenwart mit Interpretationen der Vergangenheit. Ähnlich erlebte Situationen im Hier und jetzt lassen das Gehirn sofort Verknüpfungen erstellen zur Vergangenheit und so wird dann die Situation gefühlt.

Das kann dann natürlich sein, dass eine völlige überzogene Fehlinterpretation vorliegt, und es eventuell völlig an der aktuell erlebten Situation vorbei wahrgenommen, also völlig extreme Gefühlsausbrüche stattfinden, die in keinem Verhältnis stehen zum aktuell Erlebten.

Auch kann jeder extreme, eventuell auch positive Reiz der Umwelt zu einer Stressreaktion und negativer Fehlinterpretation führen, weil diese Reize das Gehirn überfordert und es als Gefahr interpretiert wird..

Du siehst also das mit den Gefühlen ist nicht so einfach.

Gerade traumatisierte Menschen werden von den Gefühlen völlig überfordert, es entstehen Dissoziationen. 

Was kannst Du jetzt tun?

Du kannst lernen Dich selber aus einer Beobachterposition zu betrachten. Dadurch gehst Du nicht in eine Identifikation mit dem Gefühl.

Gedenken kommen und gehen, Gefühle kommen und gehen.

Wenn Du nicht überwältigt werden möchtest, spüre immer zuerst im Körper, wo spürst Du das Gefühl, wie nimmst Du es wahr:

Heiß oder kalt, wo sitzt es im Körper,  ist es drücken, einengend, stechend, kribbelnd  usw.

Dadurch bleibst Du im Beobachter- Ich und es entsteht nicht die Gefahr, dass Du Dich völlig mit dem Gefühl identifizierst und überflutet wirst.

Hier entsteht die Pause zwischen Reiz und Reaktion!

Hier kommst Du zu meinem You-tube Kanal:
Das innere Kind braucht einen Erwachsenen der erwachsen ist!

Das innere Kind braucht einen Erwachsenen der erwachsen ist!

„Das innere Kind braucht Dich!“

Die innere Kindarbeit ist ein wichtiger Bestandteil auf Deinem Weg, die frühkindlichen Traumen zu bewältigen.

Dein erwachsenes Ich darf und soll sich dem verletzten, verstörten und einsamen Kind in Dir zuwenden, es herausholen aus der Isolation, es trösten, halten, lieben, ihm endlich die Zuwendung geben, die es immer vermisst hat.

 

Was bedeutet wirklich erwachsen sein?

Was wäre das Ziel?
Was wäre der Gewinn Deiner Bewusstwerdung?

 

• Dir ist bewusst, dass Du für Dein Glück und Deine Zufriedenheit nur selbst sorgen kannst.

• Du bist nicht mehr abhängig von der Gunst und dem Zuspruch von Anderen.

• Du kannst konstruktive Kritik annehmen und nutzt sie für Dich um Dich weiterzuentwickeln und zu wachsen.

• Deine Lebensenergie steht Dir zur Verfügung und Du kannst sie einsetzen um zu planen und Ziele zu erreichen.

• Du kennst Deine Bedürfnisse und weißt, wie Du sie Dir erfüllen kannst.

• Du kannst damit umgehen, wenn andere Deine Wünsche und Bedürfnisse nicht erfüllen.

• Du kannst akzeptieren, wenn ein Anderer eine andere Meinung hat oder andere Bedürfnisse. Du beharrst nicht auf die Durchsetzung Deiner Interessen.

• Du bist Dir bewusst über Deine Stärken und Schwächen.

• Du kannst Dich abgrenzen und Nein sagen.

• Gleichzeitig siehst Du aber auch: “ Das Du, Du siehst Dein Gegenüber!“ Du kannst Rücksicht nehmen, Toleranz walten lassen und bist Kompromissbereit ohne Dich selbst dabei aufzugeben.

• Du kannst klar auf Deine Vergangenheit blicken, hast Dich in dir ausgesöhnt, suchst keine Schuld beim Versagen der Eltern oder Anderen und hast das Bestmögliche für Dich entwickelt. 

Nein, wir müssen nicht perfekt sein, wir dürfen Fehler machen, es geht um die Blickrichtung und es geht vor allem um die Bewusstheit, dass all die schlimmen Gefühle, Ängste, Panik u.v.m einen Grund haben. Es hat einen Grund warum wir uns nicht abgrenzen können, warum wir nicht wirklich wissen wer wir sind!

Es geht um die Bewusstheit, dass Selbstwertprobleme bis zur vollständigen Selbstverachtung nicht „normal“ sind.

Und es geht um Deine Bereitschaft zu suchen, nach dem Grund, der Ursache.

Es ist wichtig zuerst den erwachsen Anteil genau zu definieren.

Was hast Du bewältigt, wer bist Du in der Welt, welche Stärken und Potentiale hast Du? Aber auch welche Schwächen, Ecken und Kanten hast Du als reine Charakterstruktur. 

Welche Ressourcen hast Du im Hier und Jetzt!

Aus dieser erwachsenen Ich- Bewusstheit kannst Du Dich auf die Suche machen nach diesem verängstigten Kind in dir und: es braucht Geduld.

Das innere Kind in Dir wird misstrauisch sein, zögernd, abwartend ob Du es jetzt wirklich beschützen kannst, nachdem Du Dich Jahre/Jahrzehnte lang nicht gekümmert hast. 

 

Du hast deine Kindheit vergessen, aus den Tiefen

deiner Seele wirbt sie um dich.

Sie wird dich so lange leiden machen, bis du sie erhörst.

Hermann Hesse

Aber genau hier beginnt die Schwierigkeit, denn viele Menschen sind unbewusst im erwachsenen Alter noch identifiziert mit dem inneren Kind. Sie können nicht unterscheiden, was ist das erwachsene Ich und wie zeigt sich das innere Kind. 

Es äußert sich zwar durch Krankheiten seelische und körperlicher Art, durch Ängste, Depressionen, Zwänge und vielen anderen Symptomen, aber der Mensch sucht lieber im Außen nach der Lösung, bekämpft die Symptome, anstatt sich der wahren Ursache und dem kleinen, ängstlichen Kind zuzuwenden.

Sie können das innere Kind nicht wahrnehmen, es nicht als verletzten, kindlichen Anteil in sich erkennen, der Aufmerksamkeit und Zuwendung so dringend braucht.

Es ist schwer vorstellbar, und ja es ist manchmal auch gar nicht so leicht. Denn Neues macht Angst. Das Eintauchen in die unbewussten, tiefen unterbewussten Ebenen in uns…, was könnte uns dann alles überfluten? 

Aber vor dem Du Angst hast, dass ist immer schon da, nur tief verborgen, verdrängt und vergraben. Es kostet viel mehr Kraft, das ein Leben lang zu unterdrücken, als kurz nochmal den Schmerz zu spüren.

Oft weiß man auch nicht wie es wirklich geht dieses „Erwachsen“ werden.

 

Wie stärkt man das erwachsene Ich?

Wie kann man lernen zu differenzieren, wer spricht jetzt da in mir, wer fühlt?

„Sind es wirklich die Muster aus der Vergangenheit, so wie ich reagiere? In Partnerschaften in der Partnerwahl, in beruflichen oder alltäglichen Situationen, in denen ich wie ferngesteuert bin? „

Als traumatisierter Mensch hat man vieles versucht, alle möglichen Strategien hast Du gewählt, von Verdrängung, Ignoranz, Abwertung, Verleugnung einerseits, aber auch positives Denken, rein geistige Erklärungsversuche u.v.a. , alles hat nicht in der Tiefe positive, dauerhafte Wandlung gebracht. 

Vielleicht gibt es Momente, da wirst Du extrem wütend, tobbst, schreist, zertrümmerst Gegenstände, doch alles nutzt nichts.

Du funktionierst im Außen, wie Du in der Kindheit funktioniert hast, aber führst Du ein erfülltes, glückliches Leben?

Du passt Dich an, achtest zu wenig auf Dich und tief in Dich hinein zu spüren, unterlässt Du lieber, es könnte weh tun.

Aber: auch wenn Du nicht hin spüren willst, das inneres Kind macht sich bemerkbar.

Es ist immer da, aber da Du es nicht klar führen kannst, entwickelt es eine eigene Dynamik. Es möchte wie ein Kind im Außen geführt und reguliert werden, Sicherheit und Halt durch Dich bekommen.

Wenn es so ist, dass dieser Anteil mit dir so verwickelt ist, so viel Raum einnimmt, dass ihr so miteinander verschmolzen seid, dann kann auch der erwachsene Anteil nie wirklich erwachsen geworden sein.

Zu stark ist noch die Bedürftigkeit des Kindes nach Liebe. Es wird im Außen gesucht, irgendwo muss doch die Mama oder der Papa sein, der es bedingungslos liebt.  Immer noch wird ein/eine Schuldiger/Schuldige gesucht. der für das unglückliche Leben verantwortlich ist.

Solange, bis der Mensch wirklich erwachsen handelt und die Verantwortung für sich und die Fürsorge für sein, das innere Kind selbst übernimmt! 

Anzeichen dafür, dass Du noch nicht wirklich Dein erwachsenes Ich leben kannst:

• Dir fällt es immer noch schwer Verantwortung für Dein Leben zu übernehmen?

• Du fühlst Dich zu schwach und klein um Dein Leben selbst meistern zu können?

• Du hast noch immer keinen Kontakt zu Deinen Bedürfnissen?

• Du weißt nicht, was Deine wirklich Wünsche und Träume sind?

• Du bist mehr bei den Wünschen und Erwartungen der Anderen und versuchst sie zu erfüllen?

• Du hast eine große Angst Fehler zu machen?

• Du hast Angst vor Kritik und Zurückweisung?

• Du hast Angst falsche Entscheidungen zu treffen, lieber machst Du wie gewohnt weiter?

• Du bist Dir gar nicht bewusst, welche Kraft und Entscheidungsfreiheit Du hast, welche Möglichkeiten Dein Leben selbst zu gestalten, weil die Glaubensätze der Eltern immer noch Prioriät haben?

•Du bist davon überzeugt, dass Du nicht liebenswert bist und tust alles Mögliche um Liebe zu verdienen

Was kannst Du tun? Spricht das innere Kind?

• Lerne Dich zu beobachten, lerne zu differenzieren, hinterfrage Deinen Reaktionen in kleinen alltäglichen Situation, wer reagiert jetzt in Dir.

• Spüre in Dich hinein, woher kennst Du diese Verletzungen. Wenn Dich jemand kränkt, hat das Ausmaß Deiner emotionalen Reaktion wirklich mit dem Anderen zu tun. Oder reagierst Du zu stark.

• Kommen Bilder hoch, wenn Du hinterfragst?

• Ist es ein Glaubenssatz, den Du von Deinen Eltern übernommen hat, der immer wieder an Deinem Selbstwert nagt.

• Ist es die altbekannte Angst vor Ablehnung, mangelnde Wertschätzung, Abwertung, die Du schon von klein auf kennst.

• Woher kommt diese Angst, wenn Du Nein sagen möchtest. Wie war die Reaktion Deiner Bezugspersonen auf ein Nein von Dir?

• Wurde Dir angedroht aus der Familie ausgeschlossen zu sein emotional durch ignorieren und schweigen oder Du die Androhung Du kommst in ein Heim, wenn Du Dich nicht fügst.

• Wenn Dich jemand verletzt, mache eine Pause, gehe aus dem Zimmer und spüre, woher kennst Du diese Gefühle. 

 

Hole Dir Hilfe, wenn Du alleine nicht zurecht kommst!  Ein erfahrener Berater kann Dich leiten und führen, Dich motivieren und Dir die Hand reichen, damit Du endlich ein erfülltes, lebendiges und leichteres Leben führen kannst. Du bekommst kompetente Hilfestellung wie Du das innere Kind am besten erreichen und schützen kannst.

Du lernst, auf einer tiefen seelischen Ebene, wie Du als wirklich Erwachsener, es liebevoll in den Arm nimmt, es beschützt und begleitet, tröstet und die Sicherheit schenkt, die es so dringend braucht.

Damit der Schmerz Deine Kinderseele heilen kann!

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Narzisstische Mutter – Auswirkungen auf die Söhne und ihre Beziehungsfähigkeit

Narzisstische Mutter – Auswirkungen auf die Söhne und ihre Beziehungsfähigkeit

Die Mutter ist in der Regel die erste wichtige Bezugsperson des Sohnes. Hier bekommt er seelische und körperliche Nähe.

Im positiven Fall erlernt er hier die Liebesfähigkeit und Wertschätzung des Weiblichen. Letztendlich wird das wirkliche Mann sein, auch durch die Mutter ausschlaggebend geprägt. Vor allem aber seine Sicht auf das Weibliche, was ist eine Frau, wie verhält sie sich, wo ist der Unterschied zum Mann.

Dieses erlebte Weibliche wird dann zur Anima (C.G. Jung) im Mann, zu seinen eigenen weiblichen Anteilen, die er aber meist auf die Frau projiziert.

Negative Mutterbeziehung

Sind die kindlichen Bedürfnisse nach Aufmerksamkeit, Nähe, behütet werden, Wärme, Geborgenheit, Wertschätzung und Liebe nicht erfüllt worden sind, bleibt der Mann ein Leben lang auf der Suche nach dieser Liebe und er versucht diese Leere durch die Beziehungspartnerin zu füllen. Er sucht unbewusst immer noch nach der Mutter!

Seine echte Beziehungsfähigkeit, eine echte Hinwendung zum Du ist durch die Mutter negativ beeinflusst worden.

Sie hängen emotional, wie man im Volksmund sagt – „immer noch an der Nabelschnur“ – und entwickeln nicht die Fähigkeit eine gesunde Beziehung zu leben. Ständiges Misstrauen und Verlustangst, dass die Frau geht oder ihn betrügt dominieren seine Gefühlswelt.

Im gesunden Fall durchschreitet der Mann spätestens in der Pubertät die Abnabelungsphase. Die Mutter lässt ihn aber auch gleichzeitig ins Erwachsenen werden gehen und unterstützt ihn durch positive Förderung.

Er hat das Weibliche als positiv erlebt, als nährend, wärmend und trägt diese Seite jetzt auch in sich. Er ist sozusagen satt und kann so sein Mann sein weiterentwickeln.

Gelingt dieser Schritt nicht, weil die Mutter nicht zugewandt lieben war und der Sohn, vielleicht seelischen und/ oder körperlichen Missbrauch erlebt hat, sie ihn immer noch manipuliert oder bestimmt, bleibt der Sohn im Mangel und sucht in späteren Partnerinnen immer noch nach der Mutter.

⇒ Link zu dem Artikel: Sohn oder Tochter einer Narzisstischen Mutter

Er leidet dann am negativem  „Mutterkomplex“. 

Wenn ein erwachsener Mann immer noch ein schwieriges Verhältnis zu seiner Mutter hat, sie abwertet, verachtet hasst, dann ist auch seine Einstellung zu Frauen schwierig.

Es ist sehr gut möglich, dass er diesen Hass und diese Abwertung, meist unbewusst,  auf alle Frauen überträgt, das er Angst hat wieder abgewertet, manipuliert oder verlassen zu werden.

Das tiefe Gefühl der Einsamkeit prägt das seelische Erleben. Selbstwertprobleme die tief eingegraben sind, beeinflussen sein Handeln.

Die Männer fühlen sich selbst nicht, alles was mit Emotionen zu tun hat wird rationalisiert, innerlich fühlen sie sich hilflos.

Manche reagieren mit heftigen Aggressionen, bei anderen hat man eher den Anschein sie sind nur lieb, sie haben keine Zugang mehr zu diesem Ohnmachtsgefühl und der Wut. (Aggressionshemmung)

Der Zugang zu einer gesunden Wut und Aggression ist aber wichtig, um Dich von Deine Mutter abzunabeln und Deinen eigenen Weg zu gehen. Und letztendlich Dich auch dann einer gesunden Partnerschaft zuwenden zu können.

Solange die wirklich Abnabelung  nicht stattgefunden hat,  können Depressionen oder auch ein erhöhter Alkohol- oder Drogenkonsum der Versuch sein, diese Wunde nicht zu spüren. 

Du kommst nicht in Deine Kraft!

⇒ Link zu dem Artikel: Was bedeutet eine gesunde Abnabelung: 

Wie verhält sich ein frühkindlich traumatisierter Mann gegenüber seiner Partnerin?

Das dies schreckliche Folgen für die Beziehung zu Frauen hat ist verständlich.

Der Mann weiß nicht, was es heißt ein Mann zu sein und er hat ein ziemlich ambivalentes Verhältnis zum Weiblichen. Seine eigener weiblicher Anteil (Anima) der so verletzend geprägt wurde durch die Mutter, wird auf die Frau projiziert. 

1. Wenn die Mutter sehr überlegen und bestimmend war, fühlt er sich unbewusst den Frauen „immer“ noch unterlegen.

Er neigt dazu sich den Frauen unterzuordnen, stellt die Frau auf ein Podest und tut alles um die Frau (Stellvertreterin für die Mutter) zufriedenzustellen.

Er hofft wenn er ALLES tut, sich anpasst und aufopfert, dann wird die Frau (Mutter) ihn doch endlich lieben.

Sein Bedürfnis ist mit der Frau eins zu werden ist grenzenlos, er klammert, weil die kindliche Sehnsucht , die unerfüllte Sehnsucht nach der liebenden Mutter immer noch wirkt.

Die Partnerin ist dadurch natürlich maßlos überfordert. 

Doch gleichzeitig wird er aber die Partnerin, innerlich ablehnen, weil er die Abhängigkeit in sich selbst ablehnt) sie wird gefürchtet und auch unbewusst verachtet.

2. Wenn er eher selbst die narzisstische Strategie wählt, wird er subtil oder direkt die Partnerin selbst maßregeln, manipulieren und versuchen zu beherrschen.

3. Vielleicht wurde er aber auch als Kind benutzt, vielleicht sogar als Vorzeigeobjekt missbraucht, weil die Mutter mit ihm glänzen wollte. Der Sohn musste die Rolle des Prinzen spielen, der wohlerzogen und funktionierend Mamas Liebling ist.

Seinen eigenen individuellen Bedürfnissen wurden aber nicht gesehen, die im Außen vorgespielte Wärme war nicht echt, alles war Theater. Dies kann dazu führen, das er das Selbstbewusstsein auf Schein aufbaut ohne wirklich zu wissen, wer er selbst ist.

Eine Reaktion wäre,  dass er zum Casanova wird,  ein Mensch, der den Kick der oberflächlichen schnellen Zuwendung braucht, ohne Tiefgang und ohne Emotionen.

4. Aber auch wenn die Bindung zu nahe bleibt, wenn der sonntägliche Besuch und die Anrufe Pflicht sind oder er bei jeder Entscheidung noch die Meinung seiner Mutter braucht. (Das sogenannte Muttersöhnchen)

Die Partnerin muss auch unbedingt die Zustimmung der Mutter erlangen, anders lässt er sich nicht ein. (Obwohl das auch hier kein wirkliches Einlassen ist!)

Die Einsamkeit und Leere bleibt!

Für Männer ist es oft schwieriger hinzuschauen.

Aus dem Männerbild der Gesellschaft heraus, soll der Mann stark sein, erfolgreich und Gefühle gehören kontrolliert.

Sich dafür zu öffnen sich mit der Mutterbeziehung auseinander zu setzten, ist aber unbedingt nötig, wenn sie eine erwachsene Beziehung auf Augenhöhe erleben wollen.

Die Ohnmacht und die Gefühle der Einsamkeit, der Verzweiflung aber auch die grenzenlose Wut auf die erlebten Verletzungen zuzulassen, ist schmerzhaft.

Die Alternativer wäre aber ein Leben weiter auf der Suche nach der erlösenden, rettenden „Traum“ Frau, die aber nie gefunden werden kann.

 

Kein Mensch dieser Welt kann Dich heilen, dass kannst Du nur selbst!
Habe den Mut diesen Weg zu gehen. Den Weg zu Dir selbst!

 

Wichtig: Du bist geprägt durch eine narzisstische Mutter, Du trägst keine Schuld!

 

Warum verletzen wir uns so oft in der Partnerschaft?

Warum verletzen wir uns so oft in der Partnerschaft?

Warum verletzen wir uns so oft in der Partnerschaft?

 

Eine partnerschaftliche Beziehung sollte ein Ort der Liebe, des Vertrauens und der Sicherheit sein.

Ein Mensch der in seiner Kindheitsfamilie dies erlebt hat, geht mit einer großen Offenheit und einer starken Beziehungsfähigkeit in seine Beziehungen. Konflikte treten auf, er hat aber gelernt sie sind lösbar. Er hat gelernt konfliktfähig zu sein, kann mit unterschiedlichen Meinungen umgehen, ohne sofort die Beziehung in Frage zu stellen.

Er hat keine Angst, wenn der Partner seinen eignen Interessen nachgeht, denn er ist sich sicher, die Beziehung wird eher stärker durch die zwei verschiedenen Persönlichkeiten.Er sieht es als Ergänzung und nicht als Bedrohung.

Er kann auch gut alleine sein, weil er mit sich selbst ihm reinen ist und genug eigene Interessen und Prioritäten in seinem Leben gefunden hat.

Beziehung ist für ist ihn nicht 1 + 1 = 2 sondern 1 + 1 = 3.

Die Beziehung hat eine Mission!

Die Verbindung schafft etwas drittes neues. Es kann ein gemeinsames Projekt sein, beruflicher oder privater Art, es kann aber auch die Familiengründung sein. Gemeinsames wachsen im seelischen, geistigen und spirituellen ist Basis für die Beziehung. Beide ziehen an einem Strang und trotzdem hat jeder einzelne genug Freiraum und trotzdem wird Zeit genommen für Gespräche, ein bewusster Ausstausch. 

Du denkst jetzt das ist ja eine Traumbeziehung. Sowas wünscht Du Dir auch?

Warum klappt es in Deinem Leben nicht, warum erlebst Du nur Beziehungen, in denen Verletzungen, Kränkungen, Beleidigungen stattfinden. Beziehungen in denen Du am Kämpfen bist um Aufmerksamkeit, Liebe, Zuwendung, gemeinsame Zeit.

Entweder Du musst Dich selbst aufgeben, damit die Beziehung funktioniert, Dich komplett anpassen an die Bedürfnisse des Anderen oder die Gefahr besteht, das die Beziehung scheitert? Wirst Du dominiert von Deinem Partner?

Hast Du einen Partner der gewalttätig wird, wenn er nur ein Widerwort hört?

Oder hast Du einen Partner der total klammert, der Dir keine Luft zum Atmen gibt. Der mit extremer Eifersucht reagiert, wenn Du einen guten Freund zum Reden und Cafe trinken treffen möchtest?

Es gibt hier noch viele Möglichkeiten, wie und auf welche Weise Du unglücklich sein kannst in Deiner Beziehung.

Und Du frägst Dich warum ist das so? Wir sind doch erwachsen, warum verletzten wir uns so, warum bin ich manchmal verletzend, kränkend, warum verletzt und kränkt mein Partner mich?

Meistens liegt die Ursache in Deiner Kindheit!

Versuche Dich zu erinnern, wie war Deine Kindheit?

Welche Erfahrungen hast Du in Deinem Elternhaus, im nahen Umfeld, mit Freunden mit Verwandten gemacht. Hast Du Beziehungsleben lernen können?

Bist Du geliebt worden, behütet und liebevoll ins Erwachsenenleben begleitet worden?

Oder hast Du als Kind schon funktioniert, keine eigenen Bedürfnisse äußern dürfen, hast Dich angepasst, hast vielleicht  Gewalt oder Missbrauch erlebt. Bist Du traumatisiert worden?

Hattest Du niemanden auf den Du Dich verlassen konntest, der Dir beigestanden hat, wenn es Dir nicht gut ging!  Haben die nahen Bezugspersonen Dich abgewertet und ständig verletzt? Du hast seelischen, körperlichen, emotionalen Missbrauch erlebt?

Du hast dadurch gelernt auf nahe Bezugspersonen kannst Du Dich nicht verlassen.  Sie haben Dir schrecklich weh getan und Dich verletzt!

Du hast kein Selbstvertrauen aufbauen können,  Du fühlst Dich immer noch einsam,  Du glaubst, Du bist nichts wert.

 

Der Mensch, Deine Mutter, Dein Vater der Dich behüten und beschützen sollte, wird zum Verursacher, durch sie erfährst Du eine frühkindliche Traumatisierung!

Link: https://lebensmitte-endlich-stark.de/fruehkindliche-traumen-seelische-gewalt/

Dort wo Du Dich sicher und geborgen fühlen solltest, ist der Ort der Dich klein macht und Dir Unsicherheit und Angst bereitet.

Diese erste und wichtigste Beziehung als Kind hat Dich traumatisiert!

 

Hast Du Dich so als

Kind gefühlt?

Jetzt lebst du in einer“NEUEN“ Beziehung.

Am Anfang der Beziehung ist  alles wunderbar, in der Verliebtheitsphase zeigt sich jeder von der besten Seite.

Gerade bei traumatisierten Menschen hat die Anfangszeit eine besondere, intensive Tiefe. Beide haben eine immense Sehnsucht nach Liebe, Zugehörigkeit, Verschmelzung und beide sind fähig,sehr tief zu empfinden.

Man erkennt sich im anderen, da man unbewusst spürt, er ist mir ähnlich (wenn der andere auch frühkindlich traumatisiert ist) und man hat das Gefühl: Endlich bin ich angekommen.

Doch nach ein paar Monaten fängt es an, Dein Partner, Deine Partnerin ist gereizt, vielleicht ist er nur beruflich gestresst und denkt bei seiner Antwort nicht nach.  Oder aber er zeigt auch immer wieder, oft unbewusst, Charakterzüge, Desinteresse, sieht Dich nicht, wertet Dich ab, macht Dich klein…, – alles was Du schon als Kind als Traumatisierung erlebt hast. Oder er möchte allein etwas unternehmen und bei Du spürst die alte, bekannte Angst, er liebt Dich nicht und Du wirst wieder verlassen.

Bei Dir gehen alles Alarmglocken an. Du kannst nicht mehr aus der aktuellen Situation reagieren,  sondern die ganzen schlimmen Erinnerungen der Kindheit überfluten Dich!

Du reagierst heftig, der andere reagiert auf Dich heftig und der Ball wird hin-und her geworfen.  Bei beiden werden die Traumen aktiviert.

Dies passiert meistens sehr unbewusst,  den Beteiligten ist gar nicht klar, was jetzt  passiert. 

Es scheint so als würde es zwei Welten in euch geben. Eine gute, friedvolle Welt und eine böse innere Welt.  Die böse Welt wurde lange verdrängt.

Als Kind haben wir dies alles verdrängen müssen, anders hättest wir nicht überleben können. Wir hätten uns nicht entwickelt. Wir haben diese bösen Erfahrungen abgespalten.

Diese beiden Welten stehen fast nie miteinander in bewusster Verbindung.

Hieraus entwickelt sich dann meist die Trennung zwischen gut und böse oder Täter- Opfer. 

Findest jetzt in einer Partnerschaft eine Situation statt, die den Trigger setzt zu dem „traumatisierten Kind in Dir, wird das alte Drama neu inszeniert.

Es findet eine Re- inszenierung statt.

Das Kind in Dir tobt, schreit, wird überwältigt von dem alten Schmerz.

Reagierst Du eher mit Schweigen und Du ziehst Dich komplett zurück, weil Du keine Möglichkeit siehst Dich zu erklären?  Du fühlst Dich wieder völlig missverstanden?

Dein Partner kann damit nicht umgehen, denn: er wird auch getriggert, er fühlt Dein Verhalten als Bedrohung, seine Alarmglocken gehen an und alles bekommt eine extreme Eigendynamik.

Dies gilt natürlich auch umgekehrt, wenn etwas was Du tust, sagt, die frühkindlichen Wunden des Partners aufreist und Du überhaupt nicht verstehst, warum oder weshalb er/sie so heftig reagiert! 

Dann gibt es zwei Möglichkeiten.

Die erste Möglichkeit:

Du wartest ab und hoffst, irgendwann beruhigt sich die Situation wieder, der Konflikt wird unter den Teppich gekehrt.

Du passt Dich noch mehr an, suchst die Schuld bei Dir oder beim Anderen, lässt es aber so weiterlaufen.

Du bist unglücklich, aber die Angst vor Einsamkeit, Verlassen zu werden, hält Dich in der Beziehung.

Der Konflikt ist ja nicht verschwunden und es schwelt untergründig weiter. Immer schneller kommt es wieder zu solchen Situationen, bis irgendwann einer wirklich aus der Beziehung geht.

Die zweite Möglichkeit: 

ihr seht den Konflikt,  als Chance für eine bewusste Aufarbeitung der Situation, des Traumas. Ihr erkennt, das hier was anderes, viel Tieferes dahinter steht und ihr seid bereit, daran zu arbeiten.

Ihr schafft es, jeder für sich, aus aus der Situation herauszugehen, zuerst die Situation von Außen zu betrachten.

Gemeinsam versucht ihr dann die Situation zu entschlüsseln. Welche Projektionen, Trigger, Übertragungen haben stattgefunden.

• Ihr nehmt euch Zeit zum Sprechen

• ihr definiert was passiert ist

• die absolute Wahrheit darf ausgesprochen werden, in der Form einer Ich Botschaft: Nicht:  du hast das und das getan gesagt, sondern: mein Gefühl war in diesem Moment… , so ist es bei mir angekommen…, das haben deine Worte, dein Tun bei mir ausgelöst…!  

• Rückzug, Selbstreflexion, innere Kindarbeit https://lebensmitte-endlich-stark.de/2018/12/27/das-innere-kind-welche-bedeutung-hat-es-fuer-dein-leben/

• Auch die Unterstützung durch einen Therapeuten wäre hier ein große Hilfe.  

Wichtig: Es müssen beide Partner bereit sein sich auszutauschen und zu wachsen. Geht der andere nicht mit, tue es für Dich und entscheide dann, ob die Beziehung für Dich noch stimmig ist.

Aber trotzdem ist jeder selbstverantwortlich dafür, sich seinen alten Wunden und Verletzungen anzunehmen. 

Der Partner ist nicht verantwortlich für Deine frühkindlichen Wunden. Diese zu heilen…, das kannst nur Du selbst.  

Ansonsten wirst Du weiter in dem Rad der Re-Traumatisierung bleiben, die Verletzungen und die Spannungen in der Beziehung werden zunehmen und es wird keine Lösung gefunden werden. 

Du kannst Dir jetzt bestimmt vorstellen, warum so viele Partnerschaften scheitern oder schwierig sind.

Ob Menschen eher in der Opfer- oder Täterrolle sind, bei beiden Verhaltensstrategien liegt eine schwerer Traumatisierung zugrunde.

Egal welche Rolle Du einnimmst, nur im bewussten Erkennen der Ursachen kann Heilung geschehen und auch eine erfüllte, bewusste und glückliche Partnerschaft  gelebt werden.

 

Dankbarkeit! Warum ist dankbar sein so wichtig?

Dankbarkeit! Warum ist dankbar sein so wichtig?

Dankbarkeit! Warum ist dankbar sein so wichtig?

 

Für was sollst Du dankbar sein, wirst Du Dich fragen? Für eine Kindheit ohne Liebe, für Deine daraus entstandenen psychischen und physischen Krankheiten, für viele verlorene Chancen, weil Dir aus mangelnden Selbstwertgefühl der Mut gefehlt hat, weiterzugehen.

Ich kann das gut verstehen, auch ich habe so gefühlt. Habe gehadert mit meinem Schicksal, habe mich ohnmächtig, wütend und einsam gefühlt, alleine gelassen mit meiner Trauer.

Solange bis ich an dem Punkt stand, entweder ich gehe von dieser Welt oder ich hole mir Hilfe.

Hier begann der Wendepunkt.

Ich begann meine Wunden heilen zu lassen. Es hat Zeit gebraucht. Damals hat es den Begriff: narzisstische Mutter nicht gegeben, ob es besser war oder nicht, ob es leichter gewesen wäre…, ich kann es nicht sagen.

Was ich sagen kann, es hilft uns nur insoweit, das wir das Kind beim Namen nennen können. Wir können uns leichter erlauben so zu fühlen, weil es Missbrauch ist, weil eine frühkindliche Traumatisierung stattgefunden hat. Das ist mittlerweile in aller Munde und wir dürfen wütend sein.

Aber dann, der Weg ist der gleiche, Selbstverantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, zu erkennen wir können unsere Mutter nicht ändern, wir können unsere Geschichte nicht ändern, aber wir können daraus wachsen und uns auf den Weg begeben zu uns selbst.

Uns selber die Zuwendung und Liebe geben, die wir so vermisst haben.

Dankbarkeit:
wenn es uns nicht gut geht, fällt es uns sehr schwer dankbar zu sein.
Aber vielleicht ist es Dir möglich, Deinen Focus ein wenig zu verschieben.

Wie heißt es: Das Leben ist ein Geschenk,
doch manchmal ist es hässlich verpackt!

Für was kannst z. B. kannst Du dankbar sein:

• Du hast es überlebt!
• Wir haben eine wunderbare Zeit, in der es viele Hilfsmöglichkeiten gibt.
• Du hast viel Stärke entwickelt, sonst wärst Du nicht mehr hier.
• Du hast viele Ressourcen entwickelt, welche Dir geholfen haben zu überleben.
• Du hast eine ungeheure Feinfühligkeit ausgebildet um schnellstmöglich wahrzunehmen was in Anderen vorgeht.
• Wir leben in einer Zeit ohne unmittelbare Lebensbedrohung.
• Wir haben sauberes Wasser und fast immer genug zu Essen.
• Wir haben ein Dach über dem Kopf und wir frieren nicht im Winter.

Warum ist Dankbarkeit so wichtig?

1. Sie steigert Dein Selbstwertgefühl.

2. Du spürst eine Wertschätzung und Verbundenheit mit anderen Menschen.

3. Deine Lebensfreude steigert sich. 

4. Du wirst optimistischer und motivierter.

5. Dankbarkeit lässt Dich ruhiger schlafen.

7. Deine Gesundheit verbessert sich und Dankbarkeit fördert die Heilung.

8. Der Stress verringert sich.

9. Sorgen und ewiges Nachdenken wird weniger.

10. Du siehst was Du hast und nicht was Dir fehlt.

11. Du hörst auf Dich mit anderen zu vergleichen oder neidisch zu sein.

12. Es fällt Dir leichter Deine Ziele zu erreichen, denn:

ENERGIE FOLGT DER AUFMERKSAMKEIT!

Probier es doch einfach aus. Es kostet nichts!

1. Schreibe Dir doch einfach mal auf, was alles im Moment in Ordnung ist, für was könntest Du theoretisch dankbar sein. z.B.


• Eigentlich könnte ich dankbar sein, weil….
• Wegen meiner Traumageschichte,  kann ich dies besonders gut, zuhören, mich einfühlen …..
• Ja, es gibt viele Gründe verzweifelt zu sein, aber ich habe gute Freunde, einen guten Therapeuten, meinen Hund……
• Notiere, was Du schon alles geschafft hast, trotz…..

2. Vieles betrachten wir als selbstverständlich, mache Dir doch mal eine Liste, denke einfach mal darüber nach, was Du im Vergleich zu Millionen anderer Menschen hast….


stell Dir einfach mal vor, Dir würde der Herd genommen, die Waschmaschine, im schlimmsten Falle Deine Wohnung, es gäbe kein sauberes Wasser, Du hättest keine Dusche und keine andere Waschmöglichkeit…
Es ist ein Experiment, aber es kann helfen,  den Focus zu verschieben.

Aber: Es geht hier nicht um Entweder – Oder sondern um Sowohl als Auch!
Du bist traumatisiert und viel Schreckliches ist passiert, aber vielleicht gibt es trotzdem auch schöne Dinge in Deinem Leben!


Denke dran: Energie folgt der Aufmerksamkeit! Je mehr der Focus auf die guten Dinge gerichtet wird, umso mehr kommst Du in Deine Kraft, alles zu bewältigen. 

 

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