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Das innere Kind braucht einen Erwachsenen der erwachsen ist!

Das innere Kind braucht einen Erwachsenen der erwachsen ist!

„Das innere Kind braucht Dich!

Die innere Kindarbeit ist ein wichtiger Bestandteil auf Deinem Weg, die frühkindlichen Traumen zu bewältigen.

Dein erwachsenes Ich darf und soll sich dem verletzten, verstörten und einsamen Kind in Dir zuwenden, es herausholen aus der Isolation, es trösten, halten, lieben, ihm endlich die Zuwendung geben, die es immer vermisst hat.

 

Was bedeutet wirklich erwachsen sein?

Was wäre das Ziel?
Was wäre der Gewinn Deiner Bewusstwerdung?

 

• Dir ist bewusst, dass Du für Dein Glück und Deine Zufriedenheit nur selbst sorgen kannst.

• Du bist nicht mehr abhängig von der Gunst und dem Zuspruch von Anderen.

• Du kannst konstruktive Kritik annehmen und nutzt sie für Dich um Dich weiterzuentwickeln und zu wachsen.

• Deine Lebensenergie steht Dir zur Verfügung und Du kannst sie einsetzen um zu planen und Ziele zu erreichen.

• Du kennst Deine Bedürfnisse und weißt, wie Du sie Dir erfüllen kannst.

• Du kannst damit umgehen, wenn andere Deine Wünsche und Bedürfnisse nicht erfüllen.

• Du kannst akzeptieren, wenn ein Anderer eine andere Meinung hat oder andere Bedürfnisse. Du beharrst nicht auf die Durchsetzung Deiner Interessen.

• Du bist Dir bewusst über Deine Stärken und Schwächen.

• Du kannst Dich abgrenzen und Nein sagen.

• Gleichzeitig siehst Du aber auch: “ Das Du, Du siehst Dein Gegenüber!“ Du kannst Rücksicht nehmen, Toleranz walten lassen und bist Kompromissbereit ohne Dich selbst dabei aufzugeben.

• Du kannst klar auf Deine Vergangenheit blicken, hast Dich in dir ausgesöhnt, suchst keine Schuld beim Versagen der Eltern oder Anderen und hast das Bestmögliche für Dich entwickelt. 

Nein, wir müssen nicht perfekt sein, wir dürfen Fehler machen, es geht um die Blickrichtung und es geht vor allem um die Bewusstheit, dass all die schlimmen Gefühle, Ängste, Panik u.v.m einen Grund haben. Es hat einen Grund warum wir uns nicht abgrenzen können, warum wir nicht wirklich wissen wer wir sind!

Es geht um die Bewusstheit, dass Selbstwertprobleme bis zur vollständigen Selbstverachtung nicht „normal“ sind.

Und es geht um Deine Bereitschaft zu suchen, nach dem Grund, der Ursache.

Es ist wichtig zuerst den erwachsen Anteil genau zu definieren.

Was hast Du bewältigt, wer bist Du in der Welt, welche Stärken und Potentiale hast Du? Aber auch welche Schwächen, Ecken und Kanten hast Du als reine Charakterstruktur. 

Welche Ressourcen hast Du im Hier und Jetzt!

Aus dieser erwachsenen Ich- Bewusstheit kannst Du Dich auf die Suche machen nach diesem verängstigten Kind in dir und: es braucht Geduld.

Das innere Kind in Dir wird misstrauisch sein, zögernd, abwartend ob Du es jetzt wirklich beschützen kannst, nachdem Du Dich Jahre/Jahrzehnte lang nicht gekümmert hast. 

 

Du hast deine Kindheit vergessen, aus den Tiefen

deiner Seele wirbt sie um dich.

Sie wird dich so lange leiden machen, bis du sie erhörst.

Hermann Hesse

Aber genau hier beginnt die Schwierigkeit, denn viele Menschen sind unbewusst im erwachsenen Alter noch identifiziert mit dem inneren Kind. Sie können nicht unterscheiden, was ist das erwachsene Ich und wie zeigt sich das innere Kind. 

Es äußert sich zwar durch Krankheiten seelische und körperlicher Art, durch Ängste, Depressionen, Zwänge und vielen anderen Symptomen, aber der Mensch sucht lieber im Außen nach der Lösung, bekämpft die Symptome, anstatt sich der wahren Ursache und dem kleinen ängstlichen Kind zuzuwenden.

Sie können das innere Kind nicht wahrnehmen, es nicht als verletzten, kindlichen Anteil in sich erkennen, der Aufmerksamkeit und Zuwendung braucht.

Es ist schwer vorstellbar, und ja es ist manchmal auch gar nicht so leicht. Denn Neues macht Angst. Das Eintauchen in die unbewussten, tiefen unterbewussten Ebenen in uns…, was könnte uns dann alles überfluten? 

Aber vor dem Du Angst hast, dass ist immer schon da, nur tief verborgen, verdrängt und vergraben. Es kostet viel mehr Kraft, das ein Leben lang zu unterdrücken, als kurz nochmal den Schmerz zu spüren.

Oft weiß man auch nicht wie es wirklich geht dieses „Erwachsen“ werden. Wie stärkt man das erwachsene Ich.

Wie kann man lernen zu differenzieren, wer spricht jetzt da in mir, wer fühlt?

„Sind es wirklich die Muster aus der Vergangenheit, so wie ich reagiere? In Partnerschaften in der Partnerwahl, in beruflichen oder alltäglichen Situationen, in denen ich wie ferngesteuert bin? „

Als traumatisierter Mensch hat man vieles versucht, alle möglichen Strategien hast Du gewählt, von Verdrängung, Ignoranz, Abwertung, Verleugnung einerseits, aber auch positives Denken, rein geistige Erklärungsversuche u.v.a. , alles hat nicht in der Tiefe positive, dauerhafte Wandlung gebracht.

 

Du funktionierst im Außen, wie Du in der Kindheit funktioniert hast, aber führst Du ein erfülltes, glückliches Leben?

Du passt Dich an, achtest zu wenig auf Dich und tief in Dich hineinzuspüren, unterlässt Du lieber, es könnte weh tun.

Aber: auch wenn Du nicht hinspüren willst, das inneres Kind macht sich bemerkbar.

Es ist immer da, aber da Du es nicht klar führen kannst, entwickelt es eine eigene Dynamik. Es möchte wie ein Kind im Außen geführt und reguliert werden, Sicherheit und Halt durch Dich bekommen.

Wenn es so ist, dass dieser Anteil mit dir so verwickelt ist, so viel Raum einnimmt, dass ihr so miteinander verschmolzen seid, dann kann auch der erwachsene Anteil nie wirklich erwachsen geworden sein.

Zu stark ist noch die Bedürftigkeit des Kindes nach Liebe. Es wird im Außen gesucht, irgendwo muss doch die Mama oder der Papa sein, der es bedingungslos liebt.  Immer noch wird ein/eine Schuldiger/Schuldige gesucht. der für das unglückliche Leben verantwortlich ist.

Solange, bis der Mensch wirklich erwachsen handelt und die Verantwortung für sich und die Fürsorge für sein, das innere Kind selbst übernimmt! 

Anzeichen dafür, dass Du noch nicht wirklich Dein erwachsenes Ich leben kannst:

• Dir fällt es immer noch schwer Verantwortung für Dein Leben zu übernehmen?

• Du fühlst Dich zu schwach und klein um Dein Leben selbst meistern zu können?

• Du hast noch immer keinen Kontakt zu Deinen Bedürfnissen?

• Du weißt nicht, was Deine wirklich Wünsche und Träume sind?

• Du bist mehr bei den Wünschen und Erwartungen der Anderen und versuchst sie zu erfüllen?

• Du hast eine große Angst Fehler zu machen?

• Du hast Angst vor Kritik und Zurückweisung?

• Du hast Angst falsche Entscheidungen zu treffen, lieber machst Du wie gewohnt weiter?

• Du bist Dir gar nicht bewusst, welche Kraft und Entscheidungsfreiheit Du hast, welche Möglichkeiten Dein Leben selbst zu gestalten, weil die Glaubensätze der Eltern immer noch Prioriät haben?

•Du bist davon überzeugt, dass Du nicht liebenswert bist und tust alles Mögliche um Liebe zu verdienen

Was kannst Du tun? Spricht das innere Kind?

• Lerne Dich zu beobachten, lerne zu differenzieren, hinterfrage Deinen Reaktionen in kleinen alltäglichen Situation, wer reagiert jetzt in Dir.

• Spüre in Dich hinein, woher kennst Du diese Verletzungen. Wenn Dich jemand kränkt, hat das Ausmaß Deiner emotionalen Reaktion wirklich mit dem Anderen zu tun. Oder reagierst Du zu stark.

• Kommen Bilder hoch, wenn Du hinterfragst?

• Ist es ein Glaubenssatz, den Du von Deinen Eltern übernommen hat, der immer wieder an Deinem Selbstwert nagt.

• Ist es die altbekannte Angst vor Ablehnung, mangelnde Wertschätzung, Abwertung, die Du schon von klein auf kennst.

• Woher kommt diese Angst, wenn Du Nein sagen möchtest. Wie war die Reaktion Deiner Bezugspersonen auf ein Nein von Dir?

• Wurde Dir angedroht aus der Familie ausgeschlossen zu sein emotional durch ignorieren und schweigen oder Du die Androhung Du kommst in ein Heim, wenn Du Dich nicht fügst.

• Wenn Dich jemand verletzt, mache eine Pause, gehe aus dem Zimmer und spüre, woher kennst Du diese Gefühle. 

 

Hole Dir Hilfe, wenn Du alleine nicht zurecht kommst!  Ein erfahrener Berater kann Dich leiten und führen, Dich motivieren und Dir die Hand reichen, damit Du endlich ein erfülltes, lebendiges und leichteres Leben führen kannst. Du bekommst kompetente Hilfestellung wie Du das innere Kind am besten erreichen und schützen kannst.

Du lernst, auf einer tiefen seelischen Ebene, wie Du als wirklich Erwachsener, es liebevoll in den Arm nimmt, es beschützt und begleitet, tröstet und die Sicherheit schenkt, die es so dringend braucht.

Damit der Schmerz Deine Kinderseele heilen kann!

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Narzisstische Mutter – Auswirkungen auf die Söhne und ihre Beziehungsfähigkeit

Narzisstische Mutter – Auswirkungen auf die Söhne und ihre Beziehungsfähigkeit

Die Mutter ist in der Regel die erste wichtige Bezugsperson des Sohnes. Hier bekommt er seelische und körperliche Nähe.

Im positiven Fall erlernt er hier die Liebesfähigkeit und Wertschätzung des Weiblichen. Letztendlich wird das wirkliche Mann sein, auch durch die Mutter ausschlaggebend geprägt. Vor allem aber seine Sicht auf das Weibliche, was ist eine Frau, wie verhält sie sich, wo ist der Unterschied zum Mann.

Dieses erlebte Weibliche wird dann zur Anima (C.G. Jung) im Mann, zu seinen eigenen weiblichen Anteilen, die er aber meist auf die Frau projiziert.

Negative Mutterbeziehung

Sind die kindlichen Bedürfnisse nach Aufmerksamkeit, Nähe, behütet werden, Wärme, Geborgenheit, Wertschätzung und Liebe nicht erfüllt worden sind, bleibt der Mann ein Leben lang auf der Suche nach dieser Liebe und er versucht diese Leere durch die Beziehungspartnerin zu füllen. Er sucht unbewusst immer noch nach der Mutter!

Seine echte Beziehungsfähigkeit, eine echte Hinwendung zum Du ist durch die Mutter negativ beeinflusst worden.

Sie hängen emotional, wie man im Volksmund sagt – „immer noch an der Nabelschnur“ – und entwickeln nicht die Fähigkeit eine gesunde Beziehung zu leben. Ständiges Misstrauen und Verlustangst, dass die Frau geht oder ihn betrügt dominieren seine Gefühlswelt.

Im gesunden Fall durchschreitet der Mann spätestens in der Pubertät die Abnabelungsphase. Die Mutter lässt ihn aber auch gleichzeitig ins Erwachsenen werden gehen und unterstützt ihn durch positive Förderung.

Er hat das Weibliche als positiv erlebt, als nährend, wärmend und trägt diese Seite jetzt auch in sich. Er ist sozusagen satt und kann so sein Mann sein weiterentwickeln.

Gelingt dieser Schritt nicht, weil die Mutter nicht zugewandt lieben war und der Sohn, vielleicht seelischen und/ oder körperlichen Missbrauch erlebt hat, sie ihn immer noch manipuliert oder bestimmt, bleibt der Sohn im Mangel und sucht in späteren Partnerinnen immer noch nach der Mutter.

⇒ Link zu dem Artikel: Sohn oder Tochter einer Narzisstischen Mutter

Er leidet dann am negativem  „Mutterkomplex“. 

Wenn ein erwachsener Mann immer noch ein schwieriges Verhältnis zu seiner Mutter hat, sie abwertet, verachtet hasst, dann ist auch seine Einstellung zu Frauen schwierig.

Es ist sehr gut möglich, dass er diesen Hass und diese Abwertung, meist unbewusst,  auf alle Frauen überträgt, das er Angst hat wieder abgewertet, manipuliert oder verlassen zu werden.

Das tiefe Gefühl der Einsamkeit prägt das seelische Erleben. Selbstwertprobleme die tief eingegraben sind, beeinflussen sein Handeln.

Die Männer fühlen sich selbst nicht, alles was mit Emotionen zu tun hat wird rationalisiert, innerlich fühlen sie sich hilflos.

Manche reagieren mit heftigen Aggressionen, bei anderen hat man eher den Anschein sie sind nur lieb, sie haben keine Zugang mehr zu diesem Ohnmachtsgefühl und der Wut. (Aggressionshemmung)

Der Zugang zu einer gesunden Wut und Aggression ist aber wichtig, um Dich von Deine Mutter abzunabeln und Deinen eigenen Weg zu gehen. Und letztendlich Dich auch dann einer gesunden Partnerschaft zuwenden zu können.

Solange die wirklich Abnabelung  nicht stattgefunden hat,  können Depressionen oder auch ein erhöhter Alkohol- oder Drogenkonsum der Versuch sein, diese Wunde nicht zu spüren. 

Du kommst nicht in Deine Kraft!

⇒ Link zu dem Artikel: Was bedeutet eine gesunde Abnabelung: 

Wie verhält sich ein frühkindlich traumatisierter Mann gegenüber seiner Partnerin?

Das dies schreckliche Folgen für die Beziehung zu Frauen hat ist verständlich.

Der Mann weiß nicht, was es heißt ein Mann zu sein und er hat ein ziemlich ambivalentes Verhältnis zum Weiblichen. Seine eigener weiblicher Anteil (Anima) der so verletzend geprägt wurde durch die Mutter, wird auf die Frau projiziert. 

1. Wenn die Mutter sehr überlegen und bestimmend war, fühlt er sich unbewusst den Frauen „immer“ noch unterlegen.

Er neigt dazu sich den Frauen unterzuordnen, stellt die Frau auf ein Podest und tut alles um die Frau (Stellvertreterin für die Mutter) zufriedenzustellen.

Er hofft wenn er ALLES tut, sich anpasst und aufopfert, dann wird die Frau (Mutter) ihn doch endlich lieben.

Sein Bedürfnis ist mit der Frau eins zu werden ist grenzenlos, er klammert, weil die kindliche Sehnsucht , die unerfüllte Sehnsucht nach der liebenden Mutter immer noch wirkt.

Die Partnerin ist dadurch natürlich maßlos überfordert. 

Doch gleichzeitig wird er aber die Partnerin, innerlich ablehnen, weil er die Abhängigkeit in sich selbst ablehnt) sie wird gefürchtet und auch unbewusst verachtet.

2. Wenn er eher selbst die narzisstische Strategie wählt, wird er subtil oder direkt die Partnerin selbst maßregeln, manipulieren und versuchen zu beherrschen.

3. Vielleicht wurde er aber auch als Kind benutzt, vielleicht sogar als Vorzeigeobjekt missbraucht, weil die Mutter mit ihm glänzen wollte. Der Sohn musste die Rolle des Prinzen spielen, der wohlerzogen und funktionierend Mamas Liebling ist.

Seinen eigenen individuellen Bedürfnissen wurden aber nicht gesehen, die im Außen vorgespielte Wärme war nicht echt, alles war Theater. Dies kann dazu führen, das er das Selbstbewusstsein auf Schein aufbaut ohne wirklich zu wissen, wer er selbst ist.

Eine Reaktion wäre,  dass er zum Casanova wird,  ein Mensch, der den Kick der oberflächlichen schnellen Zuwendung braucht, ohne Tiefgang und ohne Emotionen.

4. Aber auch wenn die Bindung zu nahe bleibt, wenn der sonntägliche Besuch und die Anrufe Pflicht sind oder er bei jeder Entscheidung noch die Meinung seiner Mutter braucht. (Das sogenannte Muttersöhnchen)

Die Partnerin muss auch unbedingt die Zustimmung der Mutter erlangen, anders lässt er sich nicht ein. (Obwohl das auch hier kein wirkliches Einlassen ist!)

Die Einsamkeit und Leere bleibt!

Für Männer ist es oft schwieriger hinzuschauen.

Aus dem Männerbild der Gesellschaft heraus, soll der Mann stark sein, erfolgreich und Gefühle gehören kontrolliert.

Sich dafür zu öffnen sich mit der Mutterbeziehung auseinander zu setzten, ist aber unbedingt nötig, wenn sie eine erwachsene Beziehung auf Augenhöhe erleben wollen.

Die Ohnmacht und die Gefühle der Einsamkeit, der Verzweiflung aber auch die grenzenlose Wut auf die erlebten Verletzungen zuzulassen, ist schmerzhaft.

Die Alternativer wäre aber ein Leben weiter auf der Suche nach der erlösenden, rettenden „Traum“ Frau, die aber nie gefunden werden kann.

 

Kein Mensch dieser Welt kann Dich heilen, dass kannst Du nur selbst!
Habe den Mut diesen Weg zu gehen. Den Weg zu Dir selbst!

 

Wichtig: Du bist geprägt durch eine narzisstische Mutter, Du trägst keine Schuld!

 

Warum verletzen wir uns so oft in der Partnerschaft?

Warum verletzen wir uns so oft in der Partnerschaft?

Warum verletzen wir uns so oft in der Partnerschaft?

 

Eine partnerschaftliche Beziehung sollte ein Ort der Liebe, des Vertrauens und der Sicherheit sein.

Ein Mensch der in seiner Kindheitsfamilie dies erlebt hat, geht mit einer großen Offenheit und einer starken Beziehungsfähigkeit in seine Beziehungen. Konflikte treten auf, er hat aber gelernt sie sind lösbar. Er hat gelernt konfliktfähig zu sein, kann mit unterschiedlichen Meinungen umgehen, ohne sofort die Beziehung in Frage zu stellen.

Er hat keine Angst, wenn der Partner seinen eignen Interessen nachgeht, denn er ist sich sicher, die Beziehung wird eher stärker durch die zwei verschiedenen Persönlichkeiten.Er sieht es als Ergänzung und nicht als Bedrohung.

Er kann auch gut alleine sein, weil er mit sich selbst ihm reinen ist und genug eigene Interessen und Prioritäten in seinem Leben gefunden hat.

Beziehung ist für ist ihn nicht 1 + 1 = 2 sondern 1 + 1 = 3.

Die Beziehung hat eine Mission!

Die Verbindung schafft etwas drittes neues. Es kann ein gemeinsames Projekt sein, beruflicher oder privater Art, es kann aber auch die Familiengründung sein. Gemeinsames wachsen im seelischen, geistigen und spirituellen ist Basis für die Beziehung. Beide ziehen an einem Strang und trotzdem hat jeder einzelne genug Freiraum und trotzdem wird Zeit genommen für Gespräche, ein bewusster Ausstausch. 

Du denkst jetzt das ist ja eine Traumbeziehung. Sowas wünscht Du Dir auch?

Warum klappt es in Deinem Leben nicht, warum erlebst Du nur Beziehungen, in denen Verletzungen, Kränkungen, Beleidigungen stattfinden. Beziehungen in denen Du am Kämpfen bist um Aufmerksamkeit, Liebe, Zuwendung, gemeinsame Zeit.

Entweder Du musst Dich selbst aufgeben, damit die Beziehung funktioniert, Dich komplett anpassen an die Bedürfnisse des Anderen oder die Gefahr besteht, das die Beziehung scheitert? Wirst Du dominiert von Deinem Partner?

Hast Du einen Partner der gewalttätig wird, wenn er nur ein Widerwort hört?

Oder hast Du einen Partner der total klammert, der Dir keine Luft zum Atmen gibt. Der mit extremer Eifersucht reagiert, wenn Du einen guten Freund zum Reden und Cafe trinken treffen möchtest?

Es gibt hier noch viele Möglichkeiten, wie und auf welche Weise Du unglücklich sein kannst in Deiner Beziehung.

Und Du frägst Dich warum ist das so? Wir sind doch erwachsen, warum verletzten wir uns so, warum bin ich manchmal verletzend, kränkend, warum verletzt und kränkt mein Partner mich?

Meistens liegt die Ursache in Deiner Kindheit!

Versuche Dich zu erinnern, wie war Deine Kindheit?

Welche Erfahrungen hast Du in Deinem Elternhaus, im nahen Umfeld, mit Freunden mit Verwandten gemacht. Hast Du Beziehungsleben lernen können?

Bist Du geliebt worden, behütet und liebevoll ins Erwachsenenleben begleitet worden?

Oder hast Du als Kind schon funktioniert, keine eigenen Bedürfnisse äußern dürfen, hast Dich angepasst, hast vielleicht  Gewalt oder Missbrauch erlebt. Bist Du traumatisiert worden?

Hattest Du niemanden auf den Du Dich verlassen konntest, der Dir beigestanden hat, wenn es Dir nicht gut ging!  Haben die nahen Bezugspersonen Dich abgewertet und ständig verletzt? Du hast seelischen, körperlichen, emotionalen Missbrauch erlebt?

Du hast dadurch gelernt auf nahe Bezugspersonen kannst Du Dich nicht verlassen.  Sie haben Dir schrecklich weh getan und Dich verletzt!

Du hast kein Selbstvertrauen aufbauen können,  Du fühlst Dich immer noch einsam,  Du glaubst, Du bist nichts wert.

 

Der Mensch, Deine Mutter, Dein Vater der Dich behüten und beschützen sollte, wird zum Verursacher, durch sie erfährst Du eine frühkindliche Traumatisierung!

Link: https://lebensmitte-endlich-stark.de/fruehkindliche-traumen-seelische-gewalt/

Dort wo Du Dich sicher und geborgen fühlen solltest, ist der Ort der Dich klein macht und Dir Unsicherheit und Angst bereitet.

Diese erste und wichtigste Beziehung als Kind hat Dich traumatisiert!

 

Hast Du Dich so als

Kind gefühlt?

Jetzt lebst du in einer“NEUEN“ Beziehung.

Am Anfang der Beziehung ist  alles wunderbar, in der Verliebtheitsphase zeigt sich jeder von der besten Seite.

Gerade bei traumatisierten Menschen hat die Anfangszeit eine besondere, intensive Tiefe. Beide haben eine immense Sehnsucht nach Liebe, Zugehörigkeit, Verschmelzung und beide sind fähig,sehr tief zu empfinden.

Man erkennt sich im anderen, da man unbewusst spürt, er ist mir ähnlich (wenn der andere auch frühkindlich traumatisiert ist) und man hat das Gefühl: Endlich bin ich angekommen.

Doch nach ein paar Monaten fängt es an, Dein Partner, Deine Partnerin ist gereizt, vielleicht ist er nur beruflich gestresst und denkt bei seiner Antwort nicht nach.  Oder aber er zeigt auch immer wieder, oft unbewusst, Charakterzüge, Desinteresse, sieht Dich nicht, wertet Dich ab, macht Dich klein…, – alles was Du schon als Kind als Traumatisierung erlebt hast. Oder er möchte allein etwas unternehmen und bei Du spürst die alte, bekannte Angst, er liebt Dich nicht und Du wirst wieder verlassen.

Bei Dir gehen alles Alarmglocken an. Du kannst nicht mehr aus der aktuellen Situation reagieren,  sondern die ganzen schlimmen Erinnerungen der Kindheit überfluten Dich!

Du reagierst heftig, der andere reagiert auf Dich heftig und der Ball wird hin-und her geworfen.  Bei beiden werden die Traumen aktiviert.

Dies passiert meistens sehr unbewusst,  den Beteiligten ist gar nicht klar, was jetzt  passiert. 

Es scheint so als würde es zwei Welten in euch geben. Eine gute, friedvolle Welt und eine böse innere Welt.  Die böse Welt wurde lange verdrängt.

Als Kind haben wir dies alles verdrängen müssen, anders hättest wir nicht überleben können. Wir hätten uns nicht entwickelt. Wir haben diese bösen Erfahrungen abgespalten.

Diese beiden Welten stehen fast nie miteinander in bewusster Verbindung.

Hieraus entwickelt sich dann meist die Trennung zwischen gut und böse oder Täter- Opfer. 

Findest jetzt in einer Partnerschaft eine Situation statt, die den Trigger setzt zu dem „traumatisierten Kind in Dir, wird das alte Drama neu inszeniert.

Es findet eine Re- inszenierung statt.

Das Kind in Dir tobt, schreit, wird überwältigt von dem alten Schmerz.

Reagierst Du eher mit Schweigen und Du ziehst Dich komplett zurück, weil Du keine Möglichkeit siehst Dich zu erklären?  Du fühlst Dich wieder völlig missverstanden?

Dein Partner kann damit nicht umgehen, denn: er wird auch getriggert, er fühlt Dein Verhalten als Bedrohung, seine Alarmglocken gehen an und alles bekommt eine extreme Eigendynamik.

Dies gilt natürlich auch umgekehrt, wenn etwas was Du tust, sagt, die frühkindlichen Wunden des Partners aufreist und Du überhaupt nicht verstehst, warum oder weshalb er/sie so heftig reagiert! 

Dann gibt es zwei Möglichkeiten.

Die erste Möglichkeit:

Du wartest ab und hoffst, irgendwann beruhigt sich die Situation wieder, der Konflikt wird unter den Teppich gekehrt.

Du passt Dich noch mehr an, suchst die Schuld bei Dir oder beim Anderen, lässt es aber so weiterlaufen.

Du bist unglücklich, aber die Angst vor Einsamkeit, Verlassen zu werden, hält Dich in der Beziehung.

Der Konflikt ist ja nicht verschwunden und es schwelt untergründig weiter. Immer schneller kommt es wieder zu solchen Situationen, bis irgendwann einer wirklich aus der Beziehung geht.

Die zweite Möglichkeit: 

ihr seht den Konflikt,  als Chance für eine bewusste Aufarbeitung der Situation, des Traumas. Ihr erkennt, das hier was anderes, viel Tieferes dahinter steht und ihr seid bereit, daran zu arbeiten.

Ihr schafft es, jeder für sich, aus aus der Situation herauszugehen, zuerst die Situation von Außen zu betrachten.

Gemeinsam versucht ihr dann die Situation zu entschlüsseln. Welche Projektionen, Trigger, Übertragungen haben stattgefunden.

• Ihr nehmt euch Zeit zum Sprechen

• ihr definiert was passiert ist

• die absolute Wahrheit darf ausgesprochen werden, in der Form einer Ich Botschaft: Nicht:  du hast das und das getan gesagt, sondern: mein Gefühl war in diesem Moment… , so ist es bei mir angekommen…, das haben deine Worte, dein Tun bei mir ausgelöst…!  

• Rückzug, Selbstreflexion, innere Kindarbeit https://lebensmitte-endlich-stark.de/2018/12/27/das-innere-kind-welche-bedeutung-hat-es-fuer-dein-leben/

• Auch die Unterstützung durch einen Therapeuten wäre hier ein große Hilfe.  

Wichtig: Es müssen beide Partner bereit sein sich auszutauschen und zu wachsen. Geht der andere nicht mit, tue es für Dich und entscheide dann, ob die Beziehung für Dich noch stimmig ist.

Aber trotzdem ist jeder selbstverantwortlich dafür, sich seinen alten Wunden und Verletzungen anzunehmen. 

Der Partner ist nicht verantwortlich für Deine frühkindlichen Wunden. Diese zu heilen…, das kannst nur Du selbst.  

Ansonsten wirst Du weiter in dem Rad der Re-Traumatisierung bleiben, die Verletzungen und die Spannungen in der Beziehung werden zunehmen und es wird keine Lösung gefunden werden. 

Du kannst Dir jetzt bestimmt vorstellen, warum so viele Partnerschaften scheitern oder schwierig sind.

Ob Menschen eher in der Opfer- oder Täterrolle sind, bei beiden Verhaltensstrategien liegt eine schwerer Traumatisierung zugrunde.

Egal welche Rolle Du einnimmst, nur im bewussten Erkennen der Ursachen kann Heilung geschehen und auch eine erfüllte, bewusste und glückliche Partnerschaft  gelebt werden.

 

Dankbarkeit! Warum ist dankbar sein so wichtig?

Dankbarkeit! Warum ist dankbar sein so wichtig?

Dankbarkeit! Warum ist dankbar sein so wichtig?

 

Für was sollst Du dankbar sein, wirst Du Dich fragen? Für eine Kindheit ohne Liebe, für Deine daraus entstandenen psychischen und physischen Krankheiten, für viele verlorene Chancen, weil Dir aus mangelnden Selbstwertgefühl der Mut gefehlt hat, weiterzugehen.

Ich kann das gut verstehen, auch ich habe so gefühlt. Habe gehadert mit meinem Schicksal, habe mich ohnmächtig, wütend und einsam gefühlt, alleine gelassen mit meiner Trauer.

Solange bis ich an dem Punkt stand, entweder ich gehe von dieser Welt oder ich hole mir Hilfe.

Hier begann der Wendepunkt.

Ich begann meine Wunden heilen zu lassen. Es hat Zeit gebraucht. Damals hat es den Begriff: narzisstische Mutter nicht gegeben, ob es besser war oder nicht, ob es leichter gewesen wäre…, ich kann es nicht sagen.

Was ich sagen kann, es hilft uns nur insoweit, das wir das Kind beim Namen nennen können. Wir können uns leichter erlauben so zu fühlen, weil es Missbrauch ist, weil eine frühkindliche Traumatisierung stattgefunden hat. Das ist mittlerweile in aller Munde und wir dürfen wütend sein.

Aber dann, der Weg ist der gleiche, Selbstverantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, zu erkennen wir können unsere Mutter nicht ändern, wir können unsere Geschichte nicht ändern, aber wir können daraus wachsen und uns auf den Weg begeben zu uns selbst.

Uns selber die Zuwendung und Liebe geben, die wir so vermisst haben.

Dankbarkeit:
wenn es uns nicht gut geht, fällt es uns sehr schwer dankbar zu sein.
Aber vielleicht ist es Dir möglich, Deinen Focus ein wenig zu verschieben.

Wie heißt es: Das Leben ist ein Geschenk,
doch manchmal ist es hässlich verpackt!

Für was kannst z. B. kannst Du dankbar sein:

• Du hast es überlebt!
• Wir haben eine wunderbare Zeit, in der es viele Hilfsmöglichkeiten gibt.
• Du hast viel Stärke entwickelt, sonst wärst Du nicht mehr hier.
• Du hast viele Ressourcen entwickelt, welche Dir geholfen haben zu überleben.
• Du hast eine ungeheure Feinfühligkeit ausgebildet um schnellstmöglich wahrzunehmen was in Anderen vorgeht.
• Wir leben in einer Zeit ohne unmittelbare Lebensbedrohung.
• Wir haben sauberes Wasser und fast immer genug zu Essen.
• Wir haben ein Dach über dem Kopf und wir frieren nicht im Winter.

Warum ist Dankbarkeit so wichtig?

1. Sie steigert Dein Selbstwertgefühl.
2. Du spürst eine Wertschätzung und Verbundenheit mit anderen Menschen.
3. Deine Lebensfreude steigert sich.
4. Du wirst optimistischer und motivierter.
5. Dankbarkeit lässt Dich ruhiger schlafen.
7. Deine Gesundheit verbessert sich und Dankbarkeit fördert die Heilung.
8. Der Stress verringert sich.
9. Sorgen und ewiges Nachdenken wird weniger
10. Du siehst was Du hast und nicht was Dir fehlt.
11. Du hörst auf Dich mit anderen zu vergleichen oder neidisch zu sein.
12. Es fällt Dir leichter Deine Ziele zu erreichen, denn:

ENERGIE FOLGT DER AUFMERKSAMKEIT!

Probier es doch einfach aus. Es kostet nichts!

1. Schreibe Dir doch einfach mal auf, was alles im Moment in Ordnung ist, für was könntest Du theoretisch dankbar sein.
z.B.
• Eigentlich könnte ich dankbar sein, weil….
• Wegen meiner Traumageschichte,  kann ich dies besonders gut, zuhören, mich einfühlen …..
• Ja, es gibt viele Gründe verzweifelt zu sein, aber ich habe gute Freunde, einen guten Therapeuten, meinen Hund……
• Notiere, was Du schon alles geschafft hast, trotz…..

2. Vieles betrachten wir als selbstverständlich, mache Dir doch mal eine Liste, denke einfach mal darüber nach, was Du im Vergleich zu Millionen anderer Menschen hast….
stell Dir einfach mal vor, Dir würde der Herd genommen, die Waschmaschine, im schlimmsten Falle Deine Wohnung, es gäbe kein sauberes Wasser, Du hättest keine Dusche und keine andere Waschmöglichkeit…
Es ist ein Experiment, aber es kann helfen,  den Focus zu verschieben.

Aber: Es geht hier nicht um Entweder – Oder sondern um Sowohl als Auch!
Du bist traumatisiert und viel Schreckliches ist passiert, aber vielleicht gibt es trotzdem auch schöne Dinge in Deinem Leben!


Denke dran: Energie folgt der Aufmerksamkeit! Je mehr der Focus auf die guten Dinge gerichtet wird, umso mehr kommst Du in Deine Kraft, alles zu bewältigen. 

 

Gesundes Abnabeln und Lösen aus der Elternbeziehung!

Gesundes Abnabeln und Lösen aus der Elternbeziehung!

Was bedeutet eine gute Abnabelung, eine gesunde Ablösung von den Eltern?

Der erste Schritt der Abnabelung beginnt in dem Moment, in dem die Nabelschnur durchtrennt wird.

Nach der geborgenen All-inklusive Versorgung im Mutterleib, müssen wir jetzt selbstständig atmen, wir müssen an der Mutterbrust saugen lernen.

Wir müssen lernen zu spüren, wann haben wir Hunger und Durst, wann ist uns kalt, wann ist es uns zu warm,  wann fühlen wir uns unwohl in unserer Windel.

Zum ersten mal lernen wir, wie es ist für uns selbst sorgen zu müssen.

Wir müssen lernen auf uns aufmerksam zu machen, damit unsere Bedürfnisse gehört werden.

Hier beginnt schon die erste Prägung.

War die Erfüllung unserer primären Bedürfnisse in der Regel zuverlässig und konstant vorhanden?

 • nach Nahrung

•  Wärme

•  Körperkontakt

•  Hautkontakt

•  Gefühl von Geborgenheit

•  Gefühl von Sicherheit

Dann entwickelt sich das Urvertrauen in dem kleinen Menschen. Das Kind schaut mit Vertrauen in die Zukunft und auf das was in Zukunft geschehen wird.

Oft kommt es aber in dieser Phase schon zu Missverständnissen. Du hast als Baby Hunger, wirst aber gewickelt, Dir ist kalt, aber Du wirst gefüttert.

Zum ersten Mal erfahren wir was Bedürfnisse sind, das kannten wir ja im Bauch der Mutter nicht. Die Nabelschnur lieferte konstant Nahrung und Sauerstoff, die Wärme, die Umgebung war stabil und sicher. 

Wir lernen bereits in dieser Phase was  Beziehung bedeutet. Wir sind auf andere Menschen angewiesen. Wir brauchen jemand der uns füttert, uns wickelt. Wir  genießen gestreichelt zu  werden, Hautkontakt zu spüren  und hören liebevolle, uns zugewandten  Worte. Auch ein liebevoller Blickkontakt ist für das Baby so wichtig.

Auch dies ist alles wichtig für das Urvertrauen.

Die Erfahrung entsteht: „Wie ist diese Welt, bin ich willkommen und werde ich geliebt. Werden meine Bedürfnisse wahrgenommen, werde ich verstanden und gesehen?“

Wurden aber diese ersten Bedürfnisse nicht erfüllt, mussten wir z.B. lange weinen, schreien bis wir gehört wurden? Bekamen wir keine emotionale Wärme?

War die Situation sehr unzuverlässig und chaotisch, wechselten ständig die Bezugspersonen, oder waren wir im schlimmsten Falle viel alleine?

Hier entsteht schon hier in frühester Kindheit eine angstauslösende Situation und dadurch ein hoher Stressfaktor.

Wir hatten als Baby nur 2 Möglichkeiten:

Wir haben weiter gekämpft, geschrien – Kampfmodus

wir haben aufgegeben, sind erstarrt – Fluchtmodus

Im der Strategie des Kampfmodus haben wir schon frühkindlich gelernt, wir müssen für uns selbst sorgen, kämpfen, schreien, damit wir überhaupt überleben. Zumindest haben wir durch dieses Verhalten wenigstens in der Regel Nahrung bekommen.

Wir haben gelernt,  zum Überleben gehört: Wir können uns nur auf uns selber verlassen. Andere Menschen sind unzuverlässig, interessieren sich nicht für mich. Um zu überleben müssen wir kämpfen.

Wir werden zum emotionalen Selbstversorger. Vermeiden später den Kontakt zu anderen Menschen, da wir uns schützen wollen vor der Erfahrung wieder enttäuscht zu werden, wieder den Schmerz zu spüren.

Beim Fluchtmodus, sind wir innerlich erstarrt, ähnlich eines Totstellreflexes beim Tier. Durch die Zurücknahme der eigenen Bedürfnisse, bis hin zur Verleugnung, bzw. der Verdrängung, sind wir in die absolute Anpassung und Unterordnung gegangen.

Video: Erlernte Hilflosigkeit!

Wir werden über-angepasst möchten es allen anderen recht machen. Zeigen uns nur lieb und niedlich und erzeugen dadurch beim Anderen einen bedürftigen Eindruck. Wir stellen aber gleichzeitig unser Licht unter den Scheffel.

Wir  machen uns bewusst klein, aus der Angst die Bedürfnisse werden sowieso nicht erfüllt. Also bleib ich lieber in der Rolle des kleinen bedürftigen Kindes, dann passiert mir am wenigsten. Ich kann im Familienverband (später Gruppe) bleiben, was das nackte Überleben sichert.

Wir haben gelernt, das was andere Menschen brauchen,  ist immer wichtiger ist  als das,  was ich brauche.

Hier haben wir schon einen Grundkonflikt zwischen Autonomie und Abhängigkeit.

1.Bedürfnis nach Autonomie:
Das Streben nach Autonomie  versucht, all die eigenen Bedürfnisse und Interessen ausreichend zu leben.

„Ich brauche andere Menschen nicht! Ich kann das alles selbst! Es wäre schwach andere um Hilfe zu bitten! „

Frei, ungebunden aber einsam!

2. Bedürfnis nach Loyalität Abhängigkeitsmodus:

Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Liebe und Anerkennung muss erfüllt werden.

 „Ich tue alles, nur damit Du bleibst! „

“ Ich bin doch immer lieb! „

Oft werden wir hier unbewusst die Unterwürfigen, wollen immer lieb sein, wollen uns  immer nur lieb zeigen, um ja nirgends anzuecken oder abgelehnt zu werden.

Das kann aber auch manipulativ genutzt werden. Die anderen denken man seit so zerbrechlich, lieber sagen sie dann nichts. Was schade ist, weil z.B. kein wertvoller Gedankenaustausch stattfinden kann. Oder sie wenden sich ab, weil sie Dich nicht greifen können, nicht wissen, wer Du wirklich bist.

Hier liegt im Vordergrund die Ur-Angst, ausgestoßen zu werden aus dem Verband (früher aus der Familie).

Viele psychischen Störungen resultieren aus dem Konflikt zwischen diesen beiden Seiten.

Bei beiden Reaktionsmöglichkeiten – Flucht oder Kampf – ,bekommen wir aber nicht das, was wir uns wirklich wünschen, wir bleiben in dem frühkindlichen Verhaltensmodus. 

Wir reagieren mit einer Strategie aus frühkindlichen Erfahrungen, die nicht  wirklich frei, situationsbedingt und bewusst gewählt ist.

Weitere Phasen der Abnabelung:

Trotzphase:  2-3 Lebensjahr

Die Trotzphase eines Kindes ist oft unfassbar nervig für das Umfeld.

Das Wort Nein steht hier im Vordergrund.

Z.B.; Der Klient macht das Gegenteil von dem,  was der Therapeut vorschlägt. Verhalten bei Erwachsenen, die in der Trotzphase steckengeblieben sind.

Bei Kindern: Verbiete die Sachen, dann tun sie es erst recht (Wenn Du willst, dass Dein Kind Gemüse isst, verbiete Gemüse zu essen…!).

Erik Erikson: Autonomie versus Scham

Phase der Entscheidungen für unser Verhältnis zwischen Liebe und Hass, Bereitwilligkeit und Trotz,  freiem Selbstausdruck und Anpassung! Wollen wir eher autonom werden oder abhängig sein?

Zunehmende Autonomieentwicklung ist Ziel der Trotzphase

Nach Freud: Anale Phase (Reinlichkeitserziehung).

Auch hier gilt welchen Grundcharakter hat das Kind, neigt es eher zu Autonomie oder eher zu  Abhängigkeit?

Wichtig wie reagieren die Eltern in dieser Phase, mit Druck oder mit Verständnis, können sie auf das Kind eingehen?

In dieser Phase geht es darum Selbstvertrauen, Selbstständig und Selbstwirksamkeit zu entwickeln.

Hier ist die Entdeckerfreude, wir machen uns auf die Welt zu erkunden. Werden zu unserem eigenen Schutz von den Eltern eingegrenzt

Wie begrenzen uns die Eltern?

Es ist wichtig, dass unsere Eltern uns begrenzen als Kind!

WC Reiniger trinken wäre nicht sinnvoll.

Aber hatten wir überbehütende Eltern oder völlig uninteressierte Eltern?

Uninteressierte Eltern begrenzen das Kind nicht da wo es sinnvoll wäre. Die Eltern nehmen nicht am Leben teil.

Auch hier entscheidet sich das Kind wieder zwischen Flucht oder Kampfmodus..

Entweder es kennt keine Grenzen verhält sich grenzenlos oder es ist übervorsichtig und angepasst.

Macht und Ohnmacht ist die Überschrift der Trotzphase! Kontrolle erleben oder Kontrolle als Kind ausüben. 

Pubertät:

Ablösungsprozess von den Eltern:

Wir stellen alles was die Eltern machen in Frage. Die eigene Identität wird durch eine Oppositionshaltung gefunden.

Neue Rollenvorbilder werden nötig in diesem Alter.

Clique, Freunde, bilden unseren Charakter . Die Oppositionshaltung zu den Elten und Identifikation mit Freunden und Nichtfreunden prägen unseren Charakter.

Man trifft sich mit anderen, Sportvereinen.

Wir haben leider in unser heutigen Zeit keine Übergangsrituale mehr. 

In den Indigen Kulturen findet Initiationsriten nach wie vor statt. Hier werden Mentoren bereit gestellt, Stammesälteste,  weise ältere Frauen und Männer,  die den Übergang begleiten und anleiten, vom Kind  ins Erwachsenen Leben. Die Jugendlichen werden in diesen Völkern darauf vorbereitet, ein tragendes, wertvolles Mitglied einer großen Gemeinschaft zu werden. 

In unserer Zeit haben Jungen meist nur Väter als Leitbild für das männliche Prinzip und Töchter ihre Mutter als Leitbild für das weibliche Prinzip.

Sie lernen über diese Prägungen: Wie darf ich sein, wie darf ich nicht sein als Mann oder Frau…..!

Welche Auswirkungen dissoziale Familienstrukturen auf die Kinder haben, kannst Du Dir bestimmt vorstellen.

Den Kindern ist es erschwert, ihrer geschlechtliche Identität zu finden.

Frauen haben ein riesengroßes Problem mit ihrer Weiblichkeit und Männer wissen nicht mehr,  wie ein Mann sein soll.

Folgen von fehlender Abnabelung von Deiner Mutter oder Deinem Vater:

Viele Menschen sind oft auch noch im höheren Alter gefangen in den Verwickungen mit den Eltern, sie fühlen so, als wären sie immer noch nicht erwachsen geworden.

Sie fühlen sich immer noch gegenüber den eigenen Eltern hilflos, unmündig, bevormundet. Sie ärgern sich über Verhaltensweisen und Eigenheiten der Eltern, die sie in der Kindheit als traumatisch erlebt haben und die Wut und der Groll zeigt sich immer wieder, wenn die Eltern wie früher reagieren, bzw. sich überhaupt nicht positiv verändert haben.

Immer noch besteht der Wunsch und die Hoffnung, dass die Eltern den Wunsch nach Liebe positiv beantworten.

Viele Problem die auftauchen, sind auf eine nicht vollständig vollzogene Abnabelung von den Eltern zurückzuführen.

Berufliche Probleme, keinen Erfolg  haben, in einem Hamsterrad gefangen zu sein. Fehlender Mut und Angst vor dem Leben um etwas zu verändern.

Die meist unbewusste Dynamik einer zu starken Solidarität, Loyalität und den unerfüllten Erwartungen an die Eltern bindet enorm viel Energie.

Oft wird den Eltern noch soviel Macht eingeräumt über das eigene Leben, obwohl oft gar kein Kontakt mehr besteht.

Man hat sich zwar distanziert, ist schon lange ausgezogen, bleibt auch allem Familienfesten fern. Man möchte mit den  Eltern nichts mehr zu tun haben. Zu tief haben sie uns verletzt, gedemütig, manipuliert.

Doch die frühkindliche Wunde bleibt. Zeigt sich durch Stellvertreter im Außen, der Chef, die unverschämte Kassiererin an der Kasse, der Schwiegervater, die Schwiegermutter, die beleidigende Freundin, die Lehrerin der Kinder, usw. .

Man hält fest an dem Betrug der Kindheit, das verlorene Vertrauen in die Menschen und erlebt im Außen Situationen, bei denen man, z.b im Kampfmodus,  auf einer ähnlichen Ebene reagiert. Man prozessiert mit vielen Leuten um endlich Recht zu haben.

Im Fluchtmodus zieht man sich eher zurück und schimpft über die böse Welt. 

Man kämpft auch hier um die Zuwendung, und das Gesehen werden, endlich jemand zu sein. Endlich sich zu wehren und nicht mehr ohnmächtig alles zu ertragen wie als Kind.

Bei manchen Menschen kann es sogar soweit gehen, das die kindliche Wunde jede Partnerschaft oder eine Familiengründung verhindert.

Probleme auf jeder Ebene, körperlich, geistig, seelisch aber auch spirituell sind möglich. 

Ich erlebe in meiner Praxis und in den Beratungen immer wieder was geschieht, wenn endlich Frieden und Aussöhnung mit den Eltern gefunden wird.

Die gebundene Kraft wird frei für das eigene Leben, die Motivation, die Kreativität, die Ideen und die eigenen Potentiale können endlich fließen.

Wenn Du es schaffst, alle Erwartungen und Hoffnung an Deine Eltern zu verabschieden und die Eltern als das zu sehen, was sie sind und wie sie sind.

Wenn Deine Geschichte zu dem wird, was sie ist:  „Ein vergangener Teil Deines Lebens.“

Und wenn Du Dich diesen verletzten inneren Anteilen in Liebe und Fürsorge zuwendest, dann dürfen diese Energien Dein Leben bereichern und Du kannst in Frieden ein erfülltes Leben gestalten. 

Nutze das elterlich Erbe für Deine eigene Verwirklichung

Sie bleiben unsere Eltern.

Wir sind in diese Familie hineingeboren, ob wir es gewollt haben oder nicht. (Hier gibt es unterschiedliche Sichtweisen)

Wir haben Gutes und nicht so Gutes erlebt, wir haben auch Schattenseiten der Eltern weitergelebt, die sie an uns übergeben haben.

Aus welchen Gründen auch immer, die Eltern waren nicht fähig,  sich mit ihren Fehler auseinanderzusetzen.

Aber auch viel positives Potential ist in den Anlagen der Eltern verborgen.

Gehe auf die Suche: Wie wäre Deine Mutter oder Dein Vater geworden, wenn sie nicht selbst traumatisiert worden wären?

Welche besonderen Potentiale und Fähigkeiten sind in Deiner Familie angelegt? 

Vielleicht hast Du die Wünsche und Träume Deiner Eltern leben müssen obwohl sie Dir nicht entsprechen. Aber es gibt auch viele positive Anlagen der Eltern, die Du gerne nehmen darfst.

Solange Du aber noch im Groll, im Hass oder in der absoluten Ablehnung gegenüber Deinen Eltern bist, steht Dir dieses Potential nicht zur Verfügung.

Es bleibt im Unbewussten, bleibt verborgen. Es ist blockiert, Du hast keinen Zugang dazu.

 

Es ist so gewinnbringend für Dich, die Aussöhnung mit Deinen Eltern in Dir, in Deiner Seele zu finden. Unabhängig davon, wie Deine Eltern sich im Außen verhalten!

Deine Eltern treiben dich in den Wahnsinn!

Deine Eltern treiben dich in den Wahnsinn!

Deine Eltern treiben Dich in den Wahnsinn!

Ja, eine schwierige Mutterbeziehung oder ein schwieriger Vater kann Dich an den Rand eines Nervenzusammenbruchs bringen.

Alles ist gut, solange Abstand ist.

Du hörst und siehst nichts, die Telefongespräch beziehen sich auf Fakten und nichts tief gehendes wird angesprochen.

Aber wehe Du bekommst Besuch von Deinen Eltern. Kennst Du das sie schauen sich sehr gründlich um bei Dir zuhause? Fehlt noch als krönender Abschluss, dass sie wie eine Hausdame mit weißen Handschuhen, oben auf dem Schrank Staub kontrollieren….

Gut, vielleicht bisschen übertrieben, aber im Kontext geht es in diese Richtung.

Noch schlimmer ist es aber Du bist zu Besuch bei Deinen Eltern. Bevor Du überhaupt die Schwelle übertreten hast, wird kritisiert, ganz subtil, entweder was Dein Auto betrifft, Dein Kleidung oder was auch immer.

Die kreative Kritikfindung ist grenzenlos.

Nehmen wir mal an Du bist unbeschadet in die geheiligten Räume eingelassen worden.

Du sitzt Dich hin. Jetzt haben sie Zeit Dich genauer zu betrachten.

Irgendwas ist immer. Noch bleibst Du ruhig, Du hast Dir ja vorgenommen: Ich bleib bei mir, ich lass mich nicht an triggern, ich bleibe ruhig.

Bis jetzt klappt es noch einigermaßen gut.

So wie es wirkt versuchen sich Deine Mutter oder Dein Vater auch noch zu benehmen.

Doch Du spürst diese Spannung, knisternd und hoch explosiv. Ein kleines falsches Wort und das Drama würde beginnen.

Und dann passiert es, Deine Mutter sagt zu Dir, ob Du jetzt schon endlich eine Beförderung bekommen hast.

Du antwortest freundlich, doch der gemurmelte Nebensatz, kaum hörbar doch für Dich so bekannt, in 100 facher Wiederholung bereits gehört, steht im Raum.

Naja,, Du bist halt nicht so gut, nicht so bemüht wie wir damals waren. Ja, da haben wir Tag für Tag 15 Stunden gearbeitet, das würdest du ja sowieso nie schaffen…..

Die Luft brennt, Du holst Luft aber es kommt nichts in Deinen Lungen an, zu verbrannt und zäh ist die Schicht die Dich jetzt übermächtig, Du hast nur die Chance, Dich kleinzumachen, Dich in Dir selbst zu verstecken, paar Laute zu hauchen und weiter den Kuchen zu essen, der so trocken ist, das er Dir noch fast den Hals verstopft.

Ich muss jetzt fahren, sind die einzigen Worte die noch einigermaßen verständlich aus Deiner Kehle komme und Du gehst.

Wieder als das kleine Kind, das wie immer nicht gesehen wurde, keine Chance hatte.

Der Erwachsene Anteil in Dir wurde überrumpelt, der Schmerz ist zu groß.

Wie sind Deine Gedanken auf der Heimfahrt?

 

7 Tipps für Dich, wie Du bei Dir selber bleiben kannst:

  1. Versuche kurz Abstand zu gewinnen, gehe auf die Toilette, in den Garten, versuche paar Minuten aus der Situation heraus zu treten.
  2. Konzentriere Dich vollkommen auf Dich selbst, spüre in Deinen Körper hinein, welche Gefühle und Emotionen entstehen in Dir aufgrund der völlig unreflektierten Worte des Anderen!
  3. Stelle dann eine Gegenfrage: Wie im oben genannten Beispiel, frage ganz sachlich, wie war denn die Zeit für Dich damals. Dadurch schaffst Du eine Pause und hast die Zeit Dich zu sortieren.
  4. Versuche in eine Haltung zu kommen, als würdest Du als Außenstehender, wie aus einer Vogelperspektive zuzuschauen, was hier abläuft. Gehe in die Rolle eines Beobachters!
  5. Indem Du Dich auf Dein Gegenüber konzentrierst durch die Fragen steht er im Focus und Du bist nicht mehr fokussiert auf Deinen Schmerz und Deine Kränkung. (Es geht nicht darum, dass Du Deine Verletzungen nicht würdigst, sondern um weiteres „Unheil“ und Attacken von der Mutter zu vermeiden.)
  6. Frage Dich, warum sagt er das, was will der Andere damit erreichen. Woher hat er diese Überzeugung!Und denk dran:Wer andere klein machen will, hat selber ein riesen Problem mit dem Selbstwert!
  7. Rechtfertige Dich nicht, begründe nichts!

Möchtest Du endlich lernen, Dich zu behaupten? Bei Dir zu bleiben und ruhig und gelassen zu antworten?

Lass und darüber sprechen! Ich begleite Dich auf Deinem Weg diese Stärke zu finden, damit Du genau das schaffst!

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