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Inneres Kind – Wie kannst Du Kontakt aufnehmen?

Kennst Du den Satz:  „In Dir lebt das Kind, das Du mal warst“?

Für viele Menschen ist es sehr schwer, sich unter dem inneren Kind etwas vorzustellen.

Vielleicht hilft es Dir, es als die komprimierte Erinnerung zu sehen, als Anteil in Dir, der in frühester Kindheit alle Muster und Prägungen, Traumata und Verletzungen erlebt hat, die immer noch abgespeichert sind,  wie auf einer Festplatte.

Vieles was wir erleben, betrachten wir immer noch durch die Brille, oder sehen die Welt durch diese Scheuklappen.  Und vor allem, solange es unbewusst bleibt, reagieren wir auch auf die Welt aus der Sicht des inneren Kindes.

Vor allem in Situationen, in denen wir angetriggert werden, weil diese Erinnerungen der Vergangenheit hochbringen.

Wir reagieren also nicht als der Erwachsene der wir jetzt sind, sondern ganz reflexartig mit der Reaktion des Kindes von damals.

Wir werden übermäßig wütend, aggressiv, trotzig, beleidigt obwohl der Anlass im Außen aus dem Erwachsenen Ich gar nicht so schlimm ist.

Noch schwieriger wird es bei der Frage: Wie bekommt man Zugang, wie findet man das innere Kind?

Das innere Kind soll ein Anteil in uns sein, und wir sollen Zugang finden?

Alles Fragen,  bei denen Du den Kopf schüttelst.

Du hast soviel davon gehört, wie wichtig es ist, sich diesem verletzten inneren Anteil, diesem inneren Kind das wir mal waren, anzunehmen, es zu umsorgen, fürsorglich zu sein und es zu lieben.

Ihm all das zu geben, was Du damals in Deiner Kindheit nicht bekommen hast.  An Liebe, Fürsorge, emotionaler Unterstützung.

Um bei dem Beispiel der Festplatte zu bleiben: Du kannst viel löschen, korrigieren, überschreiben, neue Informationen dazufügen und darum sehr, sehr viel verändern und letztendlich auch heilen.

Dieses Kind, das wir mal waren, möchte das wir es beachten, es annehmen und lieben.

Dieses Kind ist angewiesen darauf, dass wir es annehmen, mit allen guten und nicht so guten Seiten und Eigenschaften, denn dann steht uns diese Kraft bewusst zur Verfügung.

Wir können dann als Erwachsener unser inneres Kind leiten, führen und auch regulieren.  

Hier stelle ich Dir einige Möglichkeiten vor wie Du den Kontakt wieder finden kannst:

• Kannst Du Dich spontan an etwas erinnern, was Du als Kind geliebt hast?

Beispielsweise ein Spielzeug, ein Tier, ein Ausflug, im Wald umherzustreifen oder die Tiere des Nachbars zu streicheln.

• Bei welchen Aktivitäten hast Du Dich selbst vergessen und hast stundenlang dabei bleiben können?

Was war Dir sonst noch wichtig? Singen, Puzzle spielen…, schreib alles auf, was Dir einfällt.

Vielleicht kannst Du auch Verwandte oder Freunde, die Dich schon als Kind gekannt haben, fragen, was Ihnen einfällt.

• Schau Dir Kinderbilder von Dir an, spüre, was das Kind in dem Augenblick gefühlt hat, was es wohl gedacht hat! Gehe auch verschiedene Altersabschnitte von Dir durch. Versuche Dich zu erinnern, wie es Dir damals ergangen ist,  wie Du warst! 

• Besuche doch den Ort, an dem Du aufgewachsen bist. Besuche den Kindergarten, die Schule.

Schreibe für Dich selbst einen Brief an die Eltern, an die Erzieherinnen, aus der Sicht deines Kindes. Trau dich, Dir die negativen Prägungen mitzuteilen.

• Spüre in Situationen, in denen Du  „über“… reagierst, welches Bedürfnis  hat das innere Kind jetzt, woher kennst Du diese Situationen, wann hast Du es schon erlebt? 

So wirst Du nach und nach immer mehr Zugang finden zu dem „Kind, dass Du mal warst! „
Und Du wirst auch eine positive Veränderung spüren, viel mehr Lebendigkeit und auch intensivere Gefühle werden Dein Leben bereichern.
Das Kind in Dir das neugierig, begeisterungsfähig, kreativ, lebendig, spontan, vielleicht aber verträumt und nachdenklich veranlagt ist, wird in Dein Leben eine enorme Weite bringen.